Drive ★★★★★

Obwohl sich jede Szene aus Drive wie verkohlte Gummireste auf dem Asphalt in meine Erinnerungen gebrannt hat, bin ich bei jeder Sichtung von der ersten bis zur letzten Einstellung durch die audiovisuelle Wucht vollends eingenommen.

Es ist die Inszenierung, die den Film für mich besonders reizvoll macht. Die ruhige Kamera fängt in wunderschön dynamischen und kontrastreichen Bildern den beinahe ausdruckslosen und wortkargen Helden ein, der in einer stringenten Gangster-Story versucht das Richtige zu tun. Unterlegt wird das Ganze von einem treibenden Electro-Synthesizer Soundtrack, der nicht hätte besser gewählt werden können.
So leicht der Zuschauer in den dadurch entstehenden Bilderfluss eintaucht, so schockierend ist das Erwachen beim ersten expliziten Gewaltexzess, der die schöne Hochglanzfassade aufsprengt und den Blick auf eine Spirale der Gewalt offenbart, nur um gleich mit einer neuen vergänglichen Fassade darüber vom eben erlebten abzulenken. Dieser Spannungszustand ist hier perfekt inszeniert.

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