As Above, So Below

As Above, So Below ★★★½

"The only Way out is down."

Found-Footage ist ja bekanntlich nicht jedermanns Sache, ich für meinen Teil bin aber gigantischer Fan des Genres und haleluja, wurde ich hier positiv überrascht!

Ein Haufen aufstrebender Archiologen-Teenager begeben sich in den französischen Katakomben auf die Suche nach Harry Potters "Stein der Weisen", der angeblich ewiges Leben verspricht!
Das die Clique da unten aber durch das Tor zur Hölle latschen muss, hatte wohl keiner auf der Rechnung... wie auch?!

Der jugendliche Cast ist ja mal sowasvon symphatisch, inklusive der ulta-heißen Perdita Weeks, die hier so eine Art Lara Croft Origin-Story runterspielt und das sowas von gekonnt!
Wirklich dämlich handeln tun die Teenies während ihrem Abenteuer auch nicht unbedingt, konnte so ziemlich jede Charakter-Handlung nachvollziehen!
Besonders Benji, die arme Sau, tat mir richtig Leid... in einem Horror-Film schwarz zu sein ist ja an sich schon scheiße, aber hier wird ihm die gesamte Palette in Form von Höhlen-Kollaps und misslungener Abseilung abverlangt!

Generell hatte ich eigentlich mit einer Art 08/15 Horror-Grütze aus den 10ern gerechnet, dabei haut uns John Erick Dowdle hier einen stimmigen Abenteuer-Streifen der extraklasse um die Ohren!
Tomb in Indien erforschen, Hinweise auf Steintafeln freilegen, über Karten senieren und schlussendlich in den eigentlichen Katakomben über Knochen kraxeln, versteckte Gänge freilegen und sich mit zunehmender Laufzeit immer tiefer in den französischen Abgrund abseilen... DER HAMMER!

So stark der Abenteuer-Teil auch ist, umso schwächer fällt hier leider der Horror-Part aus!
Gruselige Anrufe z.B. sind normalerweise ja typische Gänsehaut-Lieferanten im Horror-Bereich, 200 Meter unter der Erde hätte ich DAS aber wirklich nicht gebraucht... genauso wenig wie das random Klavier...
Zwar macht das durch die "Höllen-Thematik" schon Sinn, wegen dem ganzen Ilosionen-Pi-Pa-Po versteht sich, wenn einem aber schon so ein geiles Setting zur Verfügung steht, hätte man sich dazu vielleicht etwas passenderes z.B. in Form der davor gezeigten, einbalsamierten Tempel-Rittern überlegen können, oder?
Dafür befindet sich der Klaustrophobik-Schalter konstant auf Anschlag und bietet dazu eine herrlich, schaurige Atmo mit "The Descent"-Vibes!

Wer Bock auf einen stimmigen Adventure-Streifen mit frischen Found-Footage Anstrich hat, sollte hierbei auf jeden Fall zugreifen!
Zwar fällt der Horror-Teil meistens etwas lahm aus (lieber "The Descsent" gucken, wer sowas will!), dafür macht die klaustrophobische Entdeckungs-Tour durch frankreichs Untergrund umso mehr Spaß!
Eine echte Genre-Perle!

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