Ran ★★★★

Japanuary 2019 #2

Von Akira Kurosawas Ran habe ich bisher immer nur ein paar Ausschnitte gesehen, aber nie den ganzen Film in einem Stück. Was wahrscheinlich auch an der Länge von fast 3 Stunden liegt.

Kurosawa nahm sich bekannterweise Shakespeares "King Lear" zum Vorbild, als er das Drehbuch zu Ran schrieb und verband diese Tragödie der Moral und Missgunst mit einer japanischen Familien-/Kriegserzählung im Zeichen der Tradition.

Kurz gesagt: das ist ihm auch gelungen. Die Inszenierung ist wirklich "on fleek" möchte man sagen, gerade was die visuelle Gestaltung betrifft. Die Farben, die Kostüme, die Landschaftsaufnahmen - Wahnsinn! Egal an welcher Stelle man im Laufe des Films auf die Pausetaste drückt: jedes Standbild ist wunderschön zu betrachten und auch die grandiose Bildanordnung fällt hier auf. Alles in allem fand ich es dann letztendlich doch etwas zu lange, gerade weil die Sinneseindrücke so fordernd sind. Ich muss mir den Film auch sicherlich nochmal ansehen, weil mich die besagten Eindrücke beim ersten Mal überfordert haben - im positiven Sinne.