Godzilla vs. Kong

Godzilla vs. Kong

Das war also das pompöse Aufeinandertreffen zweier ikonischer Kreaturen, welches die Leinwände des jungen Kinojahres zum Erzittern bringen sollte. Dass sich beide Geschöpfe längst fernab ihres Ursprungsgedanken bewegen, war schon durch die vorherigen Teile offensichtlich. Worauf kommende Filme dieses Universums ihren Wert legen sollten, eigentlich auch. Aber statt reine bombastische und vor allem kreative Auseinandersetzungen zu liefern, muss auch dieser Teil sich natürlich mit seinen menschlichen Charakteren herumschlagen.

Während das auf Seiten von Rebecca Hall und Alexander Skarsgård auch ganz okay funktioniert, kann der Handlungsstrang rundum Millie Bobby Brown und den Hobby-Podcaster komplett vergessen werden. Nichtmal die titelgebende Konfrontation kann da für mich viel rausreißen.
Es gibt ganze zwei Kampfsequenzen, in denen die Giganten aufeinanderprallen, eine davon auf dem Meer, welche die schwammige und grausigen Seiten des Massen-CGIs herauf beschwört und die andere gegen Ende des Films, die dann nicht einmal richtig ausgefochten, sondern fix durch ein 2vs1 ersetzt wird. Unter diesem Gesichtspunkt überwiegen die Negativeindrücke deutlich, sodass ich öfters zum Blick auf die Uhr ansetzte.

Warum setzt man auf die Ausgestaltung einer Welt, wenn diese doch sowieso völlig irrelevant ist? Warum wird sich darum bemüht, mehrere Handlungsstränge und Charaktere aufzubauen, wenn sie doch eh vor Logikschluchten klaffen und bestenfalls nur Blässe zeigen? Hauptsache es wird zu jedem Handlungsort ein passender Schriftzug eingeblendet, als ob das von Bedeutung wäre. Ich freue mich für jeden, für den diese Begegnung gezündet hat. Mich hat sie leider fast die gesamte Laufzeit über kalt gelassen.

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