Black Panther

Black Panther ★★★

Reden wir über den großen afrikanischen Elefant im amerikanischen Porzellanladen:

Black Panther gewinnt eindeutig dadurch, wie er das unvermeidbare Thema des gebeutelten Kontinents und seines Volkes in das etablierte Marvel-Universum integriert. Es ist ein Spagat zwischen dem moralischen Anspruch, mit dem man offensichtlich in diesen Film gegangen ist, und der unterhalterischen Notwendigkeit, die ein MCU-Film nunmal mit sich bringt. Vielmehr ist er aber auch nicht.

Den offensichtlichen und kontraproduktiven Widerspruch, blenden sie sogar aus: Ein afrikanischer Staat kann nur zu Wohlstand kommen und zur Weltmacht werden, indem er glücklicherweise auf einem großen Haufen Edelmetall sitzt?

Vielleicht bin ich persönlich nicht sensibilisiert genug für das Thema, doch vom Hocker reißen kann es mich nicht.

Dafür trumpft der Film in der ersten Hälfte mit einem angenehmen Bond-Pacing auf und mit einem herrlich verspielten Andy Serkis. Die Agenten-Anleihen sind dabei fast schon so dreist, dass man sich fragt, ob man genau dieses Casino nicht schon in Skyfall gesehen hat.

Die zweite Hälfte wird leider zusehends MCU-beliebig und gipfelt in einem Endkampf, der so lahm ist, dass man lieber in einer Parallelmontage viel länger bei anderen Szenen und Charakteren bleibt.

Doch für einen Film, dem ich persönlich zu 0,0 Prozent entgegengefiebert habe, bin ich sehr positiv überrascht und unterhalten worden. Aber wie gehabt, vielmehr auch nicht.