The Legend of Zipang ★★½

Ich weiß auch nicht, was ich da gesehen habe. Einerseits mochte ich die klassische Aufmachung des Films, die mich an die alten japanischen Fantasy-Filme der 60er erinnert hat. Etwas überfordert hat mich aber die Tatsche, dass Zipang sich innerhalb der Laufzeit nicht entscheiden kann ob es jetzt eine Komödie sein möchte oder nicht. Ein WTF-Moment löst den nächsten ab, absurde Charaktere, die man schnell lieb gewinnt, geben sich die Klinke in die Hand. Und die Anachronismen setzen dem abgedrehten Gesamtbild dann die Sahnehaube auf (Stichwort Fotoapparat). Das nur angedeutete Drama einzelner Figuren und die fehlende Tiefe eben dieser sorgen dann doch für Abzüge in der B-Note.

Der Film ist oppulent und knallbunt ausgestattet, die Musik hingegen sorgt meist für eine Stimmung wie beim All You Can Eat Buffet im Chinarestaurant. Auch mit gelegentlichen Fäden muss gerechnet werden, an denen die Shuriken durchs Bild fliegen. Insgesamt wirkt der Film wie eine Karikatur eines Samurai-Abenteuers, was eventuell auch die Intention war. Mich hat das ganze eher weniger abgeholt. Es gibt Filme, denen diese Gradwanderung gelingt. Zipang gehört für mich nicht in diese Kategorie.

PS: Wenn ich jemals gegen Jigoku-gokuraku-maru im Schwertkampf antreten sollte, erledige ich zuerst den Typen, der ihn mit seinen Schwertern ausstattet.