A Ghost Story ★★★

Einer dieser Filme, den ich lieben wollte, es aber nicht kann. Vielleicht nach einem Rewatch, denn momentan weiß ich nicht so recht, wie ich mich zu "A Ghost Story" positionieren soll.

Einerseits wunderbar elegisch, mit langen, quälenden Einstellungen (die inzwischen eine gewisse Reputation genießende "Roony Mara eating pie"-Sequenz natürlich vorne weg), die die Hilflosigkeit des titelgebenden Geistes körperlich erfahrbar machen, andererseits emotional so distanziert, dass er streckenweise mehr behauptet, als da ist (als Charaktere sind Affleck und Mara so sehr auf Projektionsflächen hin konzipiert, dass sie glatt und uninteressant wirken). Auch wird durch das 4:3-Bildformat nie eine solche Intimität erreicht, wie sie z.B. in "Son of Saul" zum stilgebenden Merkmal wurde. Das allgemeine Produktionsdesign ist natürlich trotzdem wunderschön.

Ebenso verhält es sich mit den Geisterdialogen und den Fragen nach der (Un-)Endlichkeit der Dinge. Ob man den bewusst als nihilistischen Arsch inszenierten Typen auf der Party gebraucht hätte, sei mal dahingestellt.

Mein Herz sollte diesem Film gehören, das spüre ich. Vielleicht brauchen wir nur noch etwas ... wait for it ... Zeit.

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