Chimera ★★½

"Mensch oder Bestie", wie "Chimera" bei seiner ersten und anscheinend einzigen Ausstrahlung 1992 im deutschen Fernsehen betitelt wurde, ist eigentlich eine zusammengeschnittene Version einer vierteiligen britischen Miniserie von 1991. Vier Stunden wurden so auf 104 Minuten zusammengedampft und dass das fertige Produkt dann immer noch mit einer gewissen Langatmigkeit zu kämpfen hat, ist bezeichnend.

Die Geschichte eines aus einem Labor entkommenen Mensch/Affen-Hybriden, der vom Militär gejagt und von Journalisten gesucht wird, plätschert recht unspektakulär dahin, einzelne Spannungsspitzen und eine an die TV-Serie "Beasts" erinnernde Inszenierung (wie "Chimera" eine ITV-Produktion) können nur schwer darüber hinwegtäuschen, dass hier viel umhergewandert wird, ohne dass es den Plot immer weiterbringen würde. Das Interessanteste wäre sicherlich, ob die ethischen Fragen, die in der Filmversion angerissen werden, in der Serie tiefergehend besprochen werden. Und ob in der Luft hängende Elemente wie etwa das Schicksal der Kinder, die das Wesen verstecken, eine Konklusion erfahren.

Eine Obskurität aus den frühen 1990er-Jahren, die leider nicht mehr ist als die Summe ihrer Teile.