Crocodile ½

Der wunderbar reißerische Trailer für diesen Film verspricht „ungeheuren Aufwand“ (pun intended?) und allerlei mehr, was im Bahnhofskino jener Zeit für zumindest eine Handvoll zahlender Gäste sorgen sollte. Und als was entpuppt sich „Krokodile“, der auf DVD auch den Titel „Der Horror-Alligator – Das letzte Kapitel“ trägt, schlussendlich? Als wirklich billigster Müll aus Thailand, in dem ein genervtes Krokodil durch Miniaturlandschaften genötigt und in den Gore-Szenen von einem steifen Modell aus Pappmaché nebst stierem Blick gedoubelt wird. Im Grunde ein perfekter Kandidat für „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“, doch selbst die Einblendungen könnten die ermüdende Dramaturgie und das grottige Schauspiel nicht wett machen. Eigentlich ist der Film nur dann gut, wenn ein „neutrales“ Voice-Over auf der deutschen DVD jene Szenen begleitet, die bei der Uraufführung nicht synchronisiert wurden (einer Sexszene geht z.B. die nüchtern vorgetragene Erläuterung „Der Arzt und seine Frau freuen sich auf ihre gemeinsame Zeit“ voraus). Ansonsten ein wirr geschnittenes, kopflos dahin stolperndes Stück Mega-Müll, das sich auch noch mit der unangenehme Tatsache „brüsten“ kann, dass das Krokodil, das während einer Show getötet wird, wirklich für diesen Film sterben musste. Wer also noch nicht genug 70er-Jahre-Tier-Snuff gesehen hat …

Aber eigentlich sollte man es wirklich nur bei dem Trailer belassen:
www.youtube.com/watch?v=1f8xHeLiFKs

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