Daniel, the Wizard ½

Ein notorischer Kandidat für den Preis des schlechtesten Films aller Zeiten und entgegen der meisten sonstigen derartigen Zuschreibungen sogar berechtigterweise. Eher ein wirrer Fanfilm für Daniel Küblböck, garniert mit wahnsinnigen, voll ausgespielten Musikvideos, in denen der Interpret im Wald diverse Bäume unsittlich betatscht.

Zusammengehalten wird das Ganze von einer Rahmenhandlung, die diesem Wort eigentlich nicht gerecht wird und die Grundzutaten der Kunst wie Kohärenz, Figurenmotivation und Logik vernachlässigt. Wer braucht das alles auch schon, wenn man stattdessen zeigen kann, wie Küblböck Torten kauft oder darüber sinniert, dass ihn manche Leute da draußen umbringen wollen. Say what?

Eins muss man dem Ganzen aber dennoch lassen: „Daniel, der Zauberer“ ist so dilettantisch, so jenseits von Jedem, dass er fürwahr ein Film ist, der dem Umfeld und der Selbstbeschreibung der von Oliver Kalkofe und Peter Rütten moderierten Show „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ vollends gerecht wird. Denn seine ständige Weigerung, sich irgendwelchen Grundzügen jeglicher Kunst zu nähern, macht ihn, im entsprechenden Umfeld goutiert, tatsächlich auf eine geradezu apokalyptische Art unterhaltsam. Nach dem Untergang des Sinns kommt das masochistische Vergnügen.

Dem Film als solches hilft das nicht, aber immerhin findet er so zu der einzigen Bestimmung, die ihm wohl vergönnt ist. Dennoch bleibt das Mysterium bestehen, wie dieser „Film“ mit über einhundert Kopien in Deutschland starten konnte.

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