Every Christmas Has a Story

Weil es nicht sein kann, dass eine Moderatorin öffentlich gesagt hat, dass sie sich nichts aus Weihnachten mache, wird sie in eine US-amerikanische Festtags-Kitschhölle geschickt, um dort zwangsweise ihren "christmas spirit" wiederzufinden.

Und um eins klar zu stellen: sie hasst das Fest nicht auf eine Ebenezer Scrooge-artige Weise, und sie wird auch nicht wie bei Dickens von den altruistischen Aspekten von Weihnachten überzeugt. Sie mag den Rummel einfach nicht. Später erfahren wir, dass es natürlich einen "triftigen Grund" gibt und Jahre an emotionalem Ballast dann einfach abgeworfen werden können.

So ist "Jede Weihnachtszeit hat ihre Geschichte" ein lahmer Hallmark-Verschnitt von Charles Dickens, voller generischer "pretty people" und einem schwammigen "Rätsel" garniert; so sehr TV-Film, dass sich andere TV-Filme beschämt abwenden. Als großer Weihnachtsfan sage ich: lasst den Leuten doch ihre Ablehnung, es gibt ja auch genug Gründe, vom Konsum bis zur verordneten Besinnlichkeit mit einer womöglich gar nicht so gern gesehenen Verwandschaft. Und wer sich medial doch von den Vorzügen des Festes überzeugen lassen will: es gibt genügend bessere Beispiele als dieses zuammengestückelte Etwas.

(Damit mir keiner vorwerfen kann, ich würde keine konkreten Beispiele nennen: kuleschow-effekt.blogspot.de/search/label/Adventskalender%202013 )