Fire and Ice

Generische Fantasyhohlbirne aus der Rotoskopie-Hölle, die so aussieht wie eine bewegte Variante der Hard Rock-Albumcover, die mich schon als Kind abgestoßen haben.

Man könnte "Feuer und Eis" nun aufgrund seiner konsequenten Albernheiten noch etwas abgewinnen: Menschen, deren Hintern ständig ins Bild wallen und die in kaum mehr als knapper Unterwäsche im Eis kämpfen. Dialogfetzen aus dem Überraschungsei. Offensichtliche dramaturgische und charakterliche Nutzlosigkeiten. Doch dann präsentiert der Film auch noch recht unverholenen Rassismus (alle Helden sind weiß, die Schergen des Schurken sind "Untermenschen", die im Design ständig zwischen Neanderthalern und amerikanischen Ureinwohnern changieren und selbstredend braune Haut haben) und Homophobie (die lesbisch konnotierte, übergriffige Hexe und der Antagonist, der wie ein veraltetes Hollywood-Klischee des "bösen Schwulen" daherkommt, der die übersexualisierte Teegra nicht ansprechend findet, was die Fanboys im Publikum natürlich auf die Barrikaden bringen soll).

Und als wäre das nicht genug, ist der Film auch noch uninteressant, sowohl was sein einfallsloses Design angeht (keine einzige der standardisierten Fantasy-Kreaturen zeigt auch nur den Anflug von Kreativität) als auch in punkto seines Verlaufs, in dem die Protagonisten eigentlich hauptsächlich auf der Flucht vor der Bedrohung der Stunde sind. Immerhin sind die Hintergründe gelungen.

Der Level von teils unfassbarem Wahnsinn eines anderen, zumindest rudimentär vergleichbaren Ralph Bakshi Films, "Die Welt in zehn Millionen Jahren", wird von "Feuer und Eis" nie erreicht. Nur wer auf animierte Hinterteile steht (männlich und weiblich), wird hier womöglich seinen "Citizen Kane" finden.

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