In Fear ★★

In der Provinz lauert das Grauen, dass wissen wir nach dem Konsum von einer Handvoll beliebiger Horrorfilme wohl alle. „In Fear“, eine britische Variation des Themas, ist es in einem labyrinthartigen Waldgebiet zu finden, in dessen Zentrum wie eine dicke Spinne ein Verrückter lebt, der einmal zu oft Peter Weirs „Die Autos, die Paris auffraßen“ gesehen hat. Diesmal in seinen Fängen: ein junges angehendes Pärchen, dass eigentlich auf dem Weg zu einem Musikfestival ist.

Die effektiv aufgebaute Atmosphäre und die ansehnliche Kinematographie zerstreuen sich alsbald, wenn der Film vom suggestiven ins konkrete übertritt (ein allgemeines Problem des Genres und ein Wechsel, der wohl zu den Königsdisziplinen zählt) und den suizidal angelegten Mörder, dem man sein elaboriertes Tun im Wald irgendwie nicht zutraut, ausführlich vorstellt. Da der Film recht kurz gehalten ist, teilt sich „In Fear“ so de facto in zwei Teile, wovon die zweite Hälfte trotz einiger überzeugender Elemente immer weiter abbaut, bis am Ende kaum noch etwas bleibt als ein müßiges Spiel mit Versatzstücken. „In Fear“ bevölkert die ausgedehnte Grauzone des Slasherfilms – nicht wirklich gut, nicht durchweg furchtbar, letztlich austauschbar.

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