Liebe durch die Autotür ½

Bemerkenswert, was der Chef manchmal auf alten Videokassetten findet ...

"Ein frech-frivoles Filmchen, dass gleichermaßen körperlich anregt wie zum lachen bringt, vor allem durch die pointiert-gereimten Voice-Overs."

Das würden alle an "Liebe durch die Autotür" involvierten Menschen sicherlich gerne als Kurzkommentar lesen. Doch, welch eine Überraschung, es ist de facto nicht möglich, den Film so zu beschreiben.

Der in einer längeren Fassung (die ich auch noch gesehen habe) auch unter "Heb hoch das Hemd, wenn's Höschen klemmt" firmierende Film ist verklemmt, saudämlich, sexistisch gegenüber beiden gezeigten Geschlechtern und in seinen schlimmsten Momenten so fragwürdig, dass man es kaum fassen kann. Das kann man als unterhaltsamen Mumpitz ansehen (wie den Mann, der zu blöd ist, seinen Penis von einem Würstchen zu unterscheiden), eine Verpflichtung dazu gibt es aber nicht.

Wo sind Oliver Kalkofe und Peter Rütten, wenn man sie mal braucht? "Liebe durch die Autotür" würde sich gut einreihen zwischen der aktiven Widerlichkeit eines "Ich, ein Groupie" und der eher harmlosen Dumpfheit eines "Pudelnackt in Oberbayern".

Wichtige Frage wie jene, wie man es Anfang der 1970er in Österreich geschafft hatte, so täuschen echte Androiden zu bauen, bleiben natürlich unbeantwortet.