Me, a Groupie ½

Wirr, langatmig und reaktionär auf beeindruckend vielen Ebenen. Die nachsynchronisierte Ingrid Steeger rennt oft nackt durch die Welt und warnt durch ihre Aktionen das brave Kleinbürgertum vor den Gefahren eines sündigen Lebenswandels. Denn wenn man von einer Horde Nazi-Hells-Angels vergewaltigt wird, ist Frau natürlich selber schuld. Dazu gibt es repetitive Musikeinlagen und epische Aufnahmen von vollkommener Inhaltsleere. Ein wahrlich unangenehmer Film, der die allermeisten Qualitäten, die die Kunst so zu bieten hat, vernachlässigt – allen voran eine sinnige Montage.

Im filmischen Wahnsinn, der mitunter seinen Weg zu den „schlechtesten Filmen aller Zeiten“ findet, war „Daniel der Zauberer“ gegen „Ich, ein Groupie“ tatsächlich das „bessere“, weil rundherum wahnsinnigere, dabei aber vergleichsweise harmlosere, Erlebnis. There, I said it!

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