Missing Link ★★★½

Dramaturgisch absolut austauschbarer Einheitsbrei, dessen Stationen und Begebenheiten sich schon aus vielen Meilen Entfernung erahnen lassen.

Was aber auch diesen Film aus dem Hause Laika rettet ist seine sinnlich erfahrbare Technik (die Stop-Motion-Animation ist superb, verrät aber immer wieder auf charmante Art, dass sie eben nicht aus dem entfesselten Computer stammt) und seine grundsympathische Einstellung, auch und gerade seinen Figuren gegenüber. Klischees sind sie, zweifellos, aber die durch alles durchscheinende Liebe der Verantwortlichen zu ihnen überträgt sich in ihrer Nahbarkeit direkt auf das Publikum.

Und vielleicht ist die dramaturgische Kleinster-Nenner-Lösung auch dem Gedanken geschuldet, dass MISSING LINK für möglichst viele Altersstufen erfahrbar sein soll, wohnt ihm doch letztlich auch ein Anliege inne, die Welt zu einem offeneren Ort zu machen (der reaktionäre Schurke ist über Lionels Zusammenarbeit mit "Affen und Frauen" erzürnt und mehr braucht der Film an dieser Stelle gar nicht zu sagen). Ob der doch recht explizite und ehrlich aufregende Showdown dies wieder konterkarikiert, muss dann wohl jedes Elternteil für seinen eigenen Nachwuchs entscheiden.