Oslo, August 31st ★★★★★

There is no review for this diary entry. Add a review?

Es gibt immer Labels, die Filmen gerne aufgedrückt werden. „Das Portrait einer ganzen Generation!“ beispielsweise, oder auch „voller schockierender Schilderungen“. Gern wird auch behauptet, dass es so etwas noch nie gegeben hätte, ein „Must-See“ also. So sehr man mit Superlativen aufpassen muss, so sehr kommt man manchmal in Versuchung sie doch zu verwenden. Joachim Triers "Oslo, 31. August" ist so ein Beispiel, auf dass die bisher genannten Labels durchaus zutreffen. Ist er bahnbrechend auf eine Weise, die es so noch nie zuvor gegeben hat? Natürlich nicht, welcher (moderne) Film ist das schon? Dennoch ist dieses kleine, präzise, ruhige und dennoch tief bewegende Drama eben genau das: ein „Must-See“, ein Generationenportrait und auch eine auf eine Art schockierende Darstellung einer Suchterkrankung, die sich von (ebenfalls hervorragenden) Filmen wie "Requiem for a Dream" dadurch abhebt, dass sie den „Schauwert“ des Verfalls nicht in den Mittelpunkt stellt. "Oslo, 31. August" ist ein Film, der bleibt.

Weiterlesen: kuleschow-effekt.blogspot.de/2015/12/oslo-31-august-2011.html

Paranoyer liked this review