Serial (Bad) Weddings ★★★

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Rassismus ist eine der hässlichsten Begleiterscheinungen in der Geschichte der Menschheit. Einfaches Schubladendenken, Klischees und Vorurteile ergeben einen explosiven Cocktail, der für einige der schlimmsten Verbrechen der Geschichte verantwortlich gemacht werden kann.

Die Frage ist also durchaus berechtigt: Kann man über das Thema eine Feel-Good-Komödie drehen, leichte Unterhaltung, die leicht konsumierbar ist und kaum Konsequenzen mit sich bringt? Man kann, wenn man die Erwartungen zurückschraubt. "Monsieur Claude und seine Töchter" ist ein weiterer Versuch des internationalen Verleihs, an den Erfolg von "Ziemlich beste Freunde" anzuknüpfen.

Dass das Label „französische Komödie mit multiethnischen Hintergrund“ nicht allein ein Erfolgsgarant ist, bewies 2013 bereits die etwas verzweifelt anmutende Vermarktung von "Ein MordsTeam". "Monsieur Claude" ist zwar besser als das Omar-Sy-Vehikel, bleibt unterm Strich aber auch hinter dem sorgfältig inszenierten Überraschungshit zurück. Gerade im dritten Akt verliert der Film jegliche Kohärenz und wird zu einem fahrig abgekurbelten Treffen der inszenatorischen 08/15-Handgriffe.

Weiterlesen: kuleschow-effekt.blogspot.de/2014/08/monsieur-claude-und-seine-tochter-2014.html