Song of the Sea ★★★★

Im Grunde könnte ich auf alles, was Lena Leuchtturm zu diesem Film geschrieben hat, verweisen und es dabei belassen – denn es ist komplett wahr:

www.lenasfilmblog.de/2015/07/28/song-of-the-sea/
www.lenasfilmblog.de/2016/05/28/song-of-the-sea-2/


My two cents:

„Die Melodie des Meeres“ ist ein wunderschöner, berührender Film, der auf so charmante und unaufdringliche Weise die erzählerische und gestalterische Übermacht des Animationskinos á la USA aufbricht, dass er wie ein Aufatmen daherkommt. Wie ein zum Leben erwecktes Bilderbuch der allerbesten Sorte fließt der Film dahin, erzählt seine Geschichte über die Verzauberung der Welt gleichzeitig über und mit den kleinen, knuffigen Protagonisten (das Einfangen von kindlichen Erfahrungswelten gelingt Regisseur Tomm Moore exzellent) und findet die richtige Mischung aus Melancholie und Abenteuer.

Einzig das Ende fällt etwas ab, weil die Anderswelt nicht Teil der hiesigen Realität bleibt. Die phantastischen Wesen wollen weg, entrückt von den Menschen sein – am Ende von „Die Melodie des Meeres“ ist die Welt, trotz Optionen auf einen Neustart, leerer, trauriger. Es ist kein Wunder, dass es beispielsweise auf Island immer wieder Bestrebungen gibt, sich mit der Welt jenseits der Menschen gut zu stellen – ihr Exodus würde uns womöglich ärmer machen. So wie die Nichtexistenz von Filmen wie diesem der Animationskunst und dem Kino allgemein alles andere als gut tun würde.

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