The Brood ★★★★

Wild und widerlich. Und dabei von einer unheimlichen Atmosphäre, auf die das englische Wort "creepy" gemünzt wurde. Nach dem lahmen "Scanners" versöhnt mich dieser Film wieder mit David Cronenberg.

Die Idee, dass innere Gewalt im Wortsinne äußere Gewalt gebiert, ist angemessen plakativ und auch entsprechend in Szene gesetzt, kündigt sich aber nicht über Gebühr an. Cronenberg hält das Mysterium bemerkenswert lange aufrecht, die Puzzleteile fallen nicht sofort bequem an ihren Platz. Auch wird der Film durch seine strikte Weigerung, eine (pseudo-)wissenschaftliche Erklärung für alles zu finden, nur stärker. In "Die Brut" ist das gefährlichste der menschliche Geist, da ist es egal, ob man erfährt, wie sich Gedanken so manifestieren können, dass sie auf einem Polizei-Obduktionstisch landen und dort Rätsel aufgeben.

Letztlich ist "Die Brut" auch ein zutiest trauriger Film über Menschen, die mit ihren Gefühlen nicht umgehen können und zeitlebends nicht die entsprechende Hilfe erfahren haben. Und ihre Handlungen, die aus diesem Dilemma entstehen, sorgen nur noch für mehr Leid - hier dann gleich in Form einer ganzen Vorschulklasse, die den Mord an ihrer Lehrerin mitansehen muss. Ein Film über die unheilvollen Verzahnungen von erdachter und ausgelebter Gewalt im Gewand eines mitunter wirklich sehr spannenden Horrorfilms.