The Gate ★★★

Wir merken uns: wenn man im eigenen Garten dummerweise das Tor zur Hölle aufstößt (die von gleichzeitig irgendwie niedlichen wie unheimlichen Stop-Motion-Dämonen bewohnt wird), ist es praktisch, einen Metal-Fan zu kennen, der wiederum ein Album einer Band besitzt, die in ihrem Booklet detailliert beschrieben hat, wie man mit der außerweltlichen Bedrohung fertig wird.

Woher sie diese Informationen hatten? Interessiert keinen. Das so gut wie alles in diesem Film dramaturgisch nur auf kolossalen Zufällen aufbaut? Geschenkt. Der in Deutschland mal knirschend-trashig "Gate - Die Unterirdischen" und mal profan "The Gate - Das Tor zur Hölle" titulierte Film ist charmant-konsequenzloser Mumpitz mit erstaunlich dichter Atmosphäre und einem echten Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen, hier vor allem zwischen Geschwistern. Wie Teenagerin Al ihre Adoleszenz mit allem, was dazu gehört und ihre unverholene Liebe zu ihrem "nervigen" kleinen Bruder unter einen Hut zu bringen versucht ist dann sogar das Schönste an dem ganzen Film.

Man ist sich sicher, dass dieses Band auch die Standpauke der Eltern überleben wird, die irgendwann nach dem Abspann unweigerlich kommen wird (konnten Erziehungsberechtigte in den 1980ern ihre Kinder eigentlich jemals allein lassen, ohne dass diese das Familienheim durch eine paranormale Auseinandersetzung gehörig ramponierten?).

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