The Hallelujah Trail ★★

Wer Wert auf das natürlich vollkommen unperfekte Sterne-Rating legt, dem sei gesagt: "Vierzig Wagen westwärts" hat sich mit Müh und Not auf die zwei Sterne gerettet. Der Grund ist einfach: an manchen Stellen musste ich doch lachen, vor allem dank Burt Lancaster, dessen konstantes WTF-Gesicht seine Rolle und seine mutmaßlichen Gedanken zu diesem Film verschwimmen lässt.

"Vierzig Wagen westwärts" ist eine ziemlich holperige Komödie, die sich mehr schlecht als recht den Westernklischees annimmt und dessen allgemeines Menschenbild (nicht nur im Hinblick auf die Darstellung von amerikanischen Ureinwohnern) so doof und eindimensional ist, dass es dem gewählten Genre entspricht. Vor allem aber ist er überlang. Fast drei Stunden dauert das Spektakel, dass meistens keines ist und man fragt sich irgendwann nur noch nach dem Warum. Die Geschichte gibt kaum mehr als 80 Minuten her, warum Regisseur John Sturges (der auch "richtige" Western wie "Die glorreichen Sieben" inszenierte) diese epische Breite wählte, erschließt sich nicht.

Eine Handvoll gute Gags können diese megalomanische Langatmigkeit natürlich nicht wett machen und so versinkt "Vierzig Wagen westwärts" (von dem ich als Kind immer dachte, nur ausgehend vom Titel, es würde sich um einen ernsthaften Western handeln) in einer Obskuritätenecke, die diesen Namen wirklich verdient hat, schließlich spielt Martin Landau hier einen Indianer. Was soll man da noch weiteres sagen? Außer vielleicht, dass wenigstens der Titelsong ins Ohr geht. Hallelujah!