The Serpent and the Rainbow ★★★

Sehen Sie "Bill Pullmann im Regenbogen"! Mit Bill Pullman als Bill Pullman.

Bill Pullmans "spirit animal" ist ein Jaguar, wo doch ein Frettchen besser gepasst hätte. Bill Pullman sagt in einem Haus, er müsse frische Luft tanken und geht dann ins Kinderzimmer (häh?). Bill Pullman hat Angst vor einem Stuhl, der dann eine Tür hinter ihm zumacht. Und jeder Schwarze, der sich mit Bill Pullman einlässt, stirbt. Immerhin darf Paul Winfield noch seinen Kopf nach Bill Pullman werfen.

Ein überraschen gediegender, aber mitunter auch etwas zäh inszenierter Thriller, der seine Horrorelemente meist eher herunterspielt. Immerhin läuft er nicht in die Falle, aus dem Voodoo-Zombie folkloristischer Natur einen Wiedergänger à la Romero zu machen, den nur Menschenfleisch am Laufen hält. So arbeitet Wes Craven zumeist die psychologischen Aspekte des Horrors heraus und setzt ganz auf gekonnt ausstaffierte Alpträume, in denen sich Kamera und Dramaturgie frei bewegen dürfen.

Exotismus kann man dem Ganzen sicherlich auch vorwerfen und die soziologische Filmforschung wird ihre Freude an der Analyse von schwarzen Händen haben, die immer wieder den aufrechten weißen Helden zu packen versuchen, während dieser als als einziger Kaukasier durch Haiti schlurft.

Ein Film mit einigen interessanten Details und einer wunderbaren Cathy Tyson, die aber gerade im Finale dem männlichen Wahnsinn etwas wenig entgegensetzen darf. Schade, aber immerhin gibt es einige unheimliche Einfälle wie die Zombiehand, die in der Suppe verschwindet. Und das liest sich alberner, als es im Endeffekt ist, ganz anders als all die oben genannten Bill Pullman-Jokes, die in Wahrheit sogar noch unfreiwillig komischer daherkommen als vermutet.