The Way Way Back ★★★½

Wenn man die seltsam ziellos wirkende erste halbe Stunde überstanden hat, in der auch der Protagonist das Publikum mehr irritiert als charmant-verschroben wirkt, bekommt man einen hübschen Coming-of-Age-Film serviert, der sich dankbarerweise vieler Klischees des Genres schlicht verweigert (z.B. der unbeholfene Dance Off, der sonst zu einer Bloßstellung der Figur geführt hätte, wird hier einfach inkludierend und respektvoll aufgelöst).

Sam Rockwell hat so viel Spaß an seiner Rolle und seine Monologe sind so wenig vorhersehbar, dass alle anderen Charaktere nur gegen ihn verlieren können. Ansonsten ist es auch schön, dass der Film Entwicklungspotenzial aufzeigt und nicht versucht, alles, was die Pubertät ausmacht, in einer Lauflänge von knapp 100 Minuten zu einem definitiven Ende zu bringen.

Schon überraschend schön.