Without Warning ★★½

Am Beginn von "Das Geheimnis der fliegenden Teufel" aka "Alien Shock" aka "Without Warning" gehen ein Mann und sein erwachsener Sohn auf die Jagd. Letzterer stellt die Frage in den Raum, warum dieses archaische Ritual seine Männlichkeit unter Beweis bzw. zementieren soll. Dem konservativen Vater mißfällt dies. Einen praktischen Nutzen hat dieser Clash für Beide nicht, denn sie werden schnell Opfer eines außerirdischen Großwildjägers, der einige Jahre von "Predator" und seiner identischen Prämisse die Erde zu seinem Revier macht.

Dies zeigt exemplarisch, dass der Film immer wieder Dinge beginnt, ohne sie ganz zu Ende zu führen. Die Pfadfindergruppe, das herumschleichen des Aliens rund um das Diner und das Kappen der Stromzufuhr, das Verstecken in einem Ferienhaus im Wald - dramaturgisch probiert der Film immer wieder Dinge aus, nur um sie dann zu vergessen. Die Laufzeit von eigentlich knackigen knapp 90 Minuten fühlt sich dann auch länger an, als sie eigentlich ist, aber wann immer der Film Gefahr läuft, durch seine Unkonzentriertheit zu mißfallen, bedient er sich seiner beiden wenig subtilen Allzweckwaffen:

Jack Palance, der irgendwann irre "Aliiieeeeen!" schreiened auf den konstanierten Kevin Hall in voller Montur zuläuft und Martin Landau, dessen durchgeknallter Kriegsveteran Dobbs jede Szene mit einer Macht an sich reißt, dass es eine wahre Freude ist. Das Spiel, das bei Beiden irgendwo zwischen bierernst und der eigenen Parodie ossziliert, ist so voller Energie und zitierungswürdigen Blödsinn, dass sogar das Alien und seine organischen, fiependen Wurfsterne (die so einen Krach machen, dass der Originaltitel eigentlich obsolet wird) in den Hintergrund treten. Selbst die Frage, woher die Beiden eigentlich immer urplötzlich so viel über Natur und Motivation des Aggressors wissen, tritt da in den Hintergrund.

Ein trashiges, klischeebeladenes, langatmiges und gleichzeitig oft sehr pulpiges und in seinem moderaten Wahnsinn sehenswertes Filmchen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.