• Arachnophobia

    Arachnophobia

    ★★★

    Spiders, man. They creep me out.

    Auch für einen kleinen Spinnen-Phobiker wie mich nicht sonderlich spannend oder übermäßig eklig, dafür trotz einem Hang zur unnötigen Länge ziemlich unterhaltsam und mit sehr engagierten Schauspieler:innen gesegnet.

    Die Erzählung über die erste Erinnerung mit der Spinne im Babybett hatte sich bei mir, so bemerkte ich bei diesem Wiedersehen, sehr, sehr viel mehr ins Gedächtnis gebrannt als, sagen wir, das feurige Finale. Und in dieser Szene kam gar keine echte Spinne vor. [Füge hier einen Kommentar zur Wirksamkeitsforschung in Horrorfilmen ein.]

  • Don't Look Up

    Don't Look Up

    Vor gar nicht langer Zeit, zumindest gefühlt, hätte mir dieser Film wohl besser gefallen. Als Jugendlicher sowieso. "Haha, ja, genau, wenn wir die Dummheit nur weit genug kommen lassen, dann, ja dann, wird es genauso sein." Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.

    Inzwischen kann man sich ja kaum des Gefühl erwehren, dass die Menschheit, vor allem in ihrer Dareichungsform als wohlstandsverwahrloster Westler, ihren Zenit bereits überschritten hat und die grenzenlose Geld-, Macht- und Einflussgeilheit wichtiger als das Überleben aller Spezies…

  • Theodore Rex

    Theodore Rex

    ★½

    Einer dieser Filme, deren pure Existenz ein kleines Wunder an sich ist. Wer hat da grünes Licht gegeben und bis zum Ende gedacht, es wäre eine gute Idee? Und wer war der Meinung, dass die geradezu sträflich lustlose Inszenierung der durchgeknallten Prämisse auch nur im Ansatz gerecht werden könnte? Ja, denn genau da liegt der Hase im Pfeffer: für einen Film, in dem ein intelligenter Dinosaurier und Whoopi Goldberg als Cops zusammenarbeiten, ist THEODORE REX bemerkenswert spannungsarm, um nicht zu…

  • Godzilla vs. Kong

    Godzilla vs. Kong

    ★½

    Ich wünschte wirklich, die Filme des Monsterverse wären so unterhaltsam und cool wie ihre Trailer. Ich habe mir sogar den markigen Song aus der Vorschau zurückgewünscht, als die beiden titelgebenden Monster sich zum ersten Mal eins auf die Mütze geben.

    Denn GODZILLA VS. KONG entpuppt sich als unendlich ödes Machwerk, in dem man (wieder einmal) sehr viel Zeit mit vollkommen uninteressanten und/oder ärgerlichen Figuren verbringt (der Verschwörungs-Podcaster ist kaum zu ertragen und man fragt sich schon, warum der Film all…

  • Nobody

    Nobody

    ★★★★

    Ich sage es gerade heraus: da ich diesen Film am Tag, an dem Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine begann, sah, hatten alle der generischen russischen Angreifer in NOBODY in meiner Vorstellung das Gesicht von Putin. Und ja, der Film wurde dadurch noch aufgewertet.

    Ansonsten mag es inkonsquent erscheinen, dass ich JOHN WICK hasse, diesem Film aber vier Sterne gebe, aber NOBODY ist unterhaltsamer und auch sympathischer als das endlose Niedermetzeln mit Keanu.

    Kein großer Film, kein wichtiger, auch eigentlich kein sehr origineller - aber das ist manchmal gut zu verkraften, wenn das Ergebnis so durchgehend involvierend daherkommt.

  • The Son of Kong

    The Son of Kong

    ★★

    Denham kehrt zurück auf die Insel, auf der er dereinst Kong entdeckte, um nun dort dessen dämlichen Sohn zu treffen.

    Ein Schnellschuß durch und durch, der trotz seiner mageren Laufzeit sehr viel Leerlauf anbietet und der irgendwann nicht einmal mehr durch die dem Original niemals ebenbürtigen, aber durchaus charmanten Stop-Motion-Effekte gerettet werden kann.

    Im Grunde ist die Frage nach den juristischen Nachspielen, die Kongs Amoklauf in New York hatte, das Interessanteste an KING KONGS SOHN. Der Filius ist es jedenfalls nicht.

  • Come True

    Come True

    ★★½

    "Schau her, wie einfallsreich ich bin! Schau her, wie atmosphärisch! Schau her, schau her, schau her!"

    Der in Deutschland unter STRANGE DREAMS firmierende Film schreit einen die Ganze Zeit auf solch eine Weise an und ehrlicherweise wird das erschreckend schnell ermüdend. Ja, der Film bietet Gesprächsstoff dahingehend an, wie viele seiner Handlungen zu interpretieren wären, aber die Erklärung, die er zuvorderst anbietet, nimmt seinen unheimlichen Momenten rückwirkend auch einiges an Wirkung. Man wollte doch nur helfen!

    Changierend zwischen Cronenberg, Rodney…

  • Tall Girl 2

    Tall Girl 2

    ★½

    Den ersten Teil sah meine Frau allein, ich schlief, soweit ich es rekonstruieren kann, ein.

    Den zweiten Teil sah auch ich bei vollem Bewusstsein und womöglich wäre Schlaf auch hier die bessere Alternative gewesen.

    Eine nichtige, weder witzige noch einfallsriche Coming-of-Age-Komödie. Tut nicht aktiv weh, tut aber auch aktiv sehr, sehr wenig, um wegen irgendetwas im Gedächtnis zu bleiben.

    Faule Filme sind vielleicht doch das größere Übel als verbockte Filme.

  • Malignant

    Malignant

    ★★★★

    Ich erwartete nichts und bekam alles. Also irgendwie. Denn ultra-wahnsinnig originell ist MALIGNANT in seiner Gestaltung und Ausführung vielleicht nicht, dafür beweist er einen Mut zum Wahnsinn, der so vielen 08/15-Horrorfilmen abgeht, dass es eine diebische Freude ist, selbst wenn man irgendwann ungefähr erahnen kann, wohin die Reise geht.

    Dank des massiven Unterhaltungswerts treten auch Klugscheisser-Beobachtungen wie "Hat ein menschlicher Körper nicht auch physikalische Grenzen?" oder "Warum liegen die alten Akten noch im Krankenhaus herum?" in den Hintergrund. Natürlich ist…

  • Angel

    Angel

    ★½

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Ein laut Selbstbeschreibung und Kommentaren auf letterboxd romantischer Film, am Valentinstag in den Player geworfen, was würde besser passen? Lasst es mich so formulieren: meine Frau und ich hatten unseren Spaß mit dem Film, aber nicht in der Art und Weise, wie es MEIN ENGEL wohl intendiert hatte.

    Ein so sehr in sein Konzept verliebter Film, dass er gar nicht auf die Idee kommt, seine Ideen auch zu unterfüttern oder sich Gedanken über das Momentum hinaus zu machen. Wie wickelt…

  • Spaceship

    Spaceship

    ★★

    Drei Dinge sprechen für TROTTEL IM WELTALL: eine Kochshow, eine Musiknummer mit dem Smash-Hit "I want to eat your face" und Leslie Nielsen spielt "Space Inavders".

    Ansonsten ist der Film geradezu erschreckend unlustig und bei einer Laufzeit von unter 80 Minuten dennoch langatmig. Aber er tut niemanden in seinem naiven Charme weh und zumindest der Wille, so etwas wie eine ALIEN-Parodie auf die Beine zu stellen (mit kräftigen Anleihen an das Genrekino der 1950er Jahre, inklusive einem "The End"-Schriftzug, der sich in ein Fragezeichen verwandelt), ist erkennbar.

    Ein Kuriosum durch und durch.

  • Pig

    Pig

    ★★★★

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Rache sollte kalt serviert werden, sagt man. Oder doch lieber warm wie das Gericht, dass Rob (Nicolas Cage) am Ende dieses Films zubereitet, um seinen "Feind" emotional zugrunde zu richten?

    Ein außergewöhnlicher Rachethriller, der mit den Versatzstücken des Genres spielt, ohne sie einzulösen. Die Welt ist komplizierter als unser Drang nach kurzfristiger Kartharsis. PIG moderiert an, dass Rob den Schweinedieben womöglich etwas antun wird. Doch diese entpuppen sich als bemitleidenswerte Junkies, die nur auf Geheiß gehandelt haben. PIG deutet an,…