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  • Kill List

    Kill List

    ★★½

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Ich hörte, um diesen Film gab es einen kleinen Hype? Wirklich? Gut, ich kann mir vorstellen, dass er ganz frisch auf Festivals gezeigt mehr positive Mundpropaganda erzeugt hat, als er eigentlich verdiente. Aber darum geht es ja eigentlich auch nicht.

    KILL LIST ist einer dieser Filme, von denen man sagt, man solle sie möglichst ohne jegliches Vorwissen sehen, weil sonst die Überraschung flöten gehen würde. Ganz ehrlich unter uns Pastorentöchtern: Welche Überraschung? Der Film macht recht früh klar, dass er…

  • Game Night

    Game Night

    ★★★

    Ich lachte. Nicht so viel, wie ich mir erhofft hatte, aber mehr als bei den allermeisten sonstigen Kömödien. Es gibt einige sehr witzige Einfälle, die Chemie der Darsteller untereinander passt (vor allem Bateman/McAdams und Bunbury/Morris überzeugen), die Geschichte ist am Ende so überkonstruiert, dass man gar keine Lust mehr hat, sie auseinanderzunehmen und das letzte Bild ist unnötig zynisch. Kurzum: unterhaltsam. Kein großer Wurf, auch nicht beim ansehnlichen Tracking Shot, aber durchaus einen Blick wert.

  • Rampage

    Rampage

    ★★★

    RAMPAGE ist ein Kinderfilm. Und bevor nun die ersten gleich Schnappatmung bekommen und ausrufen, dass man so einen doch erstaunlich gewalttätigen Film keinem Kind zeigen kann, denen sei gesagt, dass ich keine Kinder meine, die noch mit PAW PATROL oder dergleichen vollauf zufrieden sind. Vielmehr geht es um jene Kinder, die glauben, sie wären keine Kinder mehr. Die Erkenntnis, dass dies dennoch so ist erlangt man aber erst in der Retrospektive. Das ist, zugegebenermaßen, eine komplizierte Ausdrucksweise für: RAMPAGE ist…

  • Surviving in Demmin

    Surviving in Demmin

    ★★★★

    Hoffentlich gibt es in zwanzig Jahren eine Fortsetzung zu diesem Film, in dem das kleine Mädchen, Tochter zweier Interviewpartner, aufgesucht wird. Was wird wohl aus ihr mit Eltern, die zunächst betont neutral auftreten, nur um dann vom "linken Pack" zu schwadronieren, dass es wagt, sich den Rechtsextremen, die in Demmin aufmarschieren, entgegenzustellen, wo man die Leute doch "einfach laufen lassen soll." Zur Konfiktlösung wird dann Waffengewalt ins Gespräch gebracht, mit denen man die Gegendemonstranten einfach niedermähen könnte. Wirklich, was wird…

  • Homotherapy: A Religious Sickness

    Homotherapy: A Religious Sickness

    ★★★

    Ästhethisch absolut austauschbar und trotz des gelegentlichen Einsatzes von Illustrationen denkbar unspektakulär. Inhaltlich sieht es natürlich ganz anders aus, auch wenn dem, der auch nur periphär mit dem Gedankenmüll von religiösen Homophoben vertraut ist, nichts neu sein wird.

    Toll sind aber die Aussagen von Priestern und anderen homofeindlichen Protagonisten, die sich ganz leicht queer umdeuten lassen. "Wir müssen ihnen mit harter Liebe begegnen." Gnihihihi. Davon bietet die Doku einige und ob das nun beabsichtigt war oder nicht, es offeriert etwas frischen Wind im Betrachten des Jammertals des religiös motivierten Vollidiotentums.

  • The Secret Life of Pets 2

    The Secret Life of Pets 2

    ★★

    Eine uninspirierte Fortsetzung zu einem uninspirierten Original ist ... na? ... ja, genau.

    "Pets 2" wirkt, als habe man die Plots einer geplanten TV-Serie notdürftig zu einem Kinofilm zusammengeschustert und dementsprechend ziellos ist dann auch das Endergebnis geraten. Bestenfalls mäßig witzig kann der Film in erster Linie durch seine frenetische Animation und einige hübsche Design-Ideen das Interesse zumindest sporadisch wachhalten.

    Ob die Welt einen weiteren Animationsfilm gebraucht hätte, den man schon beim zuschauen wieder vergisst, das sei mal dahingestellt.

  • Macho Man

    Macho Man

    ★★★

    Tja nun.

    Ich werde nie müde, Menschen zu erzählen, dass es sich bei den Filmen, die im Rahmen von "SchleFaZ" auf Tele 5 laufen, nicht im eigentlichen Sinne schlecht sein müssen. Es ist kein Automatismus. Natürlich sind die "Asylum"-Filme Grütze, weil sie von vornherein auf einen künstlich herbeiprodizierten Trashfaktor hin konzipiert sind, aber vieles sind schlicht Filme, die am eigenen Anspruch gnadenlos scheitern - sprich sie sind das, was das Trash-Kino eigentlich ausmacht. Ständig ruft Ed Wood irgendwo aus dem…

  • Destroyer

    Destroyer

    ★★½

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Neben Nicole Kidmans Darbietung gibt es noch ein paar Dinge, die man an "Destroyer" mögen kann: dass die non-lineare Erzählweise trotz der vorhersehbaren Klischees, wie sich Dinge denn nun entwickelt haben, gerade im ersten Drittel Spannung aufbauen kann. Das Kämpfe eine dezidiert physiche Komponente haben - will sagen: wenn hier jemand geschlagen und/oder getreten wird, tut das richtig weh und ist überraschend angenehm weit weg vom stahlharten Männer-Actionkino beispielsweise der 1980er Jahre (auf das "Destroyer" zumindest in seiner Gestaltung auf…

  • The House That Jack Built

    The House That Jack Built

    ★½

    Die "Kontroverse" rund um die Gewaltdarstellungen in "The House That Jack Built" entpuppt sich schnell als PR, als willkommene Werbung für den immer gern provizierenden Regisseur Lars von Trier. Und ähnlich wie ein präsentiöser Teenager, der mit seinem "Edge" schockieren will, am Ende des Tages aber eher ermüdend daherkommt (und dies hoffentlich irgendwann selbst einsieht, was man bei von Trier aber wohl nicht mehr erwarten sollte), ist die Geschichte des Serienkillers Jack von einem erstaunlichen Desinteresse an allem geprägt, was…

  • Good Manners

    Good Manners

    ★★★★

    Wann immer nun jemand die Bezeichnung "modernes Märchen" in den Mund nimmt, werde ich wohl an diesen Film denken müssen.

    "Gute Manieren" ist ein Werwolffilm, der Richtungen einschlägt, die man von diesem Horrorsubgenre nicht erwarten würde. Er ist einerseits genau das, ein Horrorfilm. Es gibt Sequenzen voller unheimlicher Atmosphäre und mindestens eine Szene wird dem Genre in all ihrer Drastik mehr als gerecht. Aber er ist auch eine queere Liebesgeschichte und in der dritten Hälfte ein Film über die Schwierigkeiten…

  • Border

    Border

    ★★★

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Diese Besprechung versteckt sich hinter einer Spoiler-Warung, obwohl ich einerseits diesen Hinweis meist als recht überflüssig empfinde und andererseits es bei "Border" nicht viel zu spoilern gibt. Aber sei es drum, wenn es Menschen gibt, die nach dem Trailer und/oder jeder noch so spärlichen Information über den Film seinen Haupttwist noch nicht erraten haben und sich die "Überraschung" nicht verderben wollen ...

    Ernsthaft, hat irgendjemand es nicht schon aus meilenweiter Entfernung gewittert (pun intended), dass die Protagonistin dieses Films kein…

  • A Portrait of the Movie Analyst as a young Man: Wolfgang M. Schmitt

    A Portrait of the Movie Analyst as a young Man: Wolfgang M. Schmitt

    ★★½

    Ich gebe es zu: ich habe ein gespaltenes Verhältnis zu dem Wolfgang M. Schmitt Jr., wie er mir im Internet gegenübertritt. Auf der einen Seite oft interessante Ansätze der Filmrezeption, auf der anderen mitunter so kolossal einseitige Betrachtungen, die Kon- und Subtexte, den der Film anbietet, schlicht ignorieren, nur damit sie zur eigenen Theorie passen. Manchmal schaut eben auch Schmitt nur, aber er sieht nicht. Auch das Mitmischen bei "Rocket Beans TV" ist wohl zu kritisieren, aber sei es drum.…