• The Keep

    The Keep

    ★★½

    Ich wünschte, ich wäre so begeistert wie Christian Kessler in seinem Buch "Das versteckte Kino", durch das ich überhaupt erst auf diesen Film aufmerksam wurde. Oder so wohlwollend wie viele geschätzte letterboxd-Freunde. Aber dann würde ich wohl zusehends über einen Film schwärmen, der einfach nicht existiert. Dabei würde man sich so sehr wünschen, dass von THE KEEP - DIE UNHEIMLICHE MACHT mehr existieren würde als die Fassung, die uns vorliegt.

    Während man spürt, welches Potenzial in dem Film steckt, mit…

  • Godzilla: King of the Monsters

    Godzilla: King of the Monsters

    ★★½

    Nicht eine Sekunde wirklich aufregend oder überraschend, aber immerhin mit mehr Monster-Action als sein Vorgänger. Dass diese dann wieder nur dem "Dark & Gritty"-Gedanken folgt ist allerdings bedauerlich - ständig wird sich auf dunklen, matschigen Schauplätzen gekloppt, dass zwar die CGI-Fetzen fliegen, aber das Ganze auch erstaunlich schnell ermüdend wird. Wenn sich zwei bis vier riesige Monster im (evakuierten) Washington D.C. auf die Mütze geben und man dennoch dezent gelangweilt ist, hat der Film wohl ein kleines Problem.

    Die Menschen sind…

  • Archive

    Archive

    ★★½

    Zunächst ein durchaus unterhaltsamer, interessanter Science-fiction-Film, dessen inhaltlicher und/oder audiovisueller Raubzug bei EX MACHINA, LAUTLOS IM WELTRAUM, ROBOCOP und dem "All is full of Love"-Musikvideo von Björk nicht weiter stört, da er durch seine Inszenierung das Interesse immer wieder auf den Inhalt lenkt. Dumm nur, dass er am Ende des Tages mit eben jenem Inhalt nicht viel anzufangen weiß.

    Ethische Fragen interessieren ARCHIVE ebensowenig wie eine sinnige Auflösung des Ganzen, denn der Twist existiert nur aus sich selbst heraus und…

  • Breaking Surface

    Breaking Surface

    ★★½

    Thriller, der gut aussieht und sich gut anhört, aber seine Figuren, namentlich Hauptfigur Ida (Moa Gammel Ginsburg), nicht gut behandelt, indem er sie dümmer schreibt, als es nötig wäre.

    Die Fehler, die Ida irgendwann begeht, lassen sich weniger mit der Situation des Charakters erklären als mit den dramaturgischen Notwendigkeiten des Drehbuchs. Die große Frage, ob die Bewohner des Hauses den sinnlosen, gewaltsamen Tod ihres Hundes einfach so hinnehmen, bleibt dabei gänzlich unbeantwortet.

    Auch schneidet der Film drei große zwischenmenschliche Konflikte…

  • Secret Zoo

    Secret Zoo

    ★★★½

    Dramaturgisch so vorhersehbar wie nur irgendmöglich (inklusive dem lästigen "liar reveal" und einem schwachen dritten Akt), aber insgesamt so unterhaltsam und vor allem trocken-witzig, dass mensch gern darüber hinwegsieht.

    Für eine Komödie viel zu lang, aber immer, wenn der Eindruck aufkommt, RETTET DEN ZOO habe nun all sein Pulver verschossen, kommt doch noch ein guter Gag, eine putzige Idee oder eine augenzwinkernde Selbstreferenz um die Ecke, die das Ganze wieder rumreißt. Sympathisch.

  • Wheels of Terror

    Wheels of Terror

    ★★★

    Der Schulbus, der nicht langsamer werden durfte gegen Evil Knight Rider.

    Genauso gradlinig (man könnte auch sagen: einfallslos) wie es sich anhört, ganz auf den stolze dreißig Miniuten andauernden Showdown zugeschnitten, in dem sich die Erschöpfung der menschlichen Figuren irgendwann visuell durchaus stimmig auf die geschundenen Fahrzeuge überträgt. Doch welches Elternteil würde nicht an alle Grenzen gehen, wenn das eigene Kind von einem Vergewaltiger in einer diabolischen Karre gekidnapt würde? Eben!

    Außerdem kann man einem Film, in dem das böse…

  • The Specials

    The Specials

    ★★½

    "Alles außer gewöhnlich" hat das Herz am rechten Fleck und sein Anliegen ist sicherlich lobenswert, aber die völlig überraschungsfreie und über weite Teile reichlich maändernde Dramaturgie saugen nach und nach jegliches Interesse aus diesem französischen Sozialdrama, dass nur in wenigen Momenten feinen Humor und ehrliche Momente bietet.

  • Twigson the Explorer

    Twigson the Explorer

    ★★★

    So gut, wie ein Familienweihnachtsfilm mit einem sprechenden Stock wohl sein kann. Am interessantesten ist, wie gut man die Kinder- und Erwachsenepositionen simultan unter einen Hut bekommt und die Effekte sind bemerkenswert klasse.

  • Mullewapp - A Pig's Tail

    Mullewapp - A Pig's Tail

    ★★★

    Es ist übertrieben, wenn man behauptet, der Film würde nur aus Körperfunktionsgags bestehen. Und wenn man sich als erwachsener Zuschauer an die Animation gewöhnt hat, die auf eine recht krude Art versucht, zumindest etwas von der Vorlage Helme Heines einzufangen, geht es eigentlich.

    Nur, damit wir uns nicht falsch verstehen: mit Heine hat das Ganze nicht mehr allzu viel gemein, aber in die absoluten Niederungen des deutschen Kinderfilms gleitet man auch nicht ab (trotz pupsenden Wildschweinen auf dem Friedhof). Das…

  • Serenity

    Serenity

    ★★

    Jeder kennt doch dieses GIF von dem überrascht-verwirrt dreinblickenden Typen, oder? Genau.

    Hochglanz-Mumpitz, dessen Prämisse sich selbst für sehr, sehr viel cleverer hält als sie ist und der so spektakulär zerfasert, dass man ihn eigentlich gesehen haben muss, um es zu glauben. Auf wirre Art ist das ja sogar unterhaltsam, aber am Ende auch so doof, dass die für diesen Film überbordende Lauflänge von mehr als neunzig Minuten im Grunde nicht zu rechtfertigen ist.

    Noch ein Beispiel, wie artifiziell (Hinweis! Uiuiuiui!) überproduziert das Ganze ist? Anne Hathaway ist kaum als sie selbst zu erkennen.

  • The Sighting

    The Sighting

    ★★

    Einem Film, der sich trotz aller schlechten Schauspieler und sonstigen Hürden ein in sich doch recht stimmiges Neukonzept für die Bigfoot-Legenden erarbeitet und mit so offensichtlichen Spaß an der Sache produziert wurde, dem kann ich nicht wirklich böse sein.

    Die Art von Werk, die bei "SchleFaZ" durch den Kakao gezogen wird, aber an das einige Menschen augenscheinlich mit einer Inbrunst geglaubt haben, dass es mein Herz erweicht.

  • Crawl

    Crawl

    ★★

    Bei einem Film, der mehr Spaß gemacht hätte, hätte ich mich sehr gefreut, wenn man wie hier "See you later Alligator" als Abspannsong verwendet hätte. Das waren viele "hättet" in kurzer Zeit, ich weiß.

    CRAWL ist ein ungemein hässlicher Film, dessen Digitaloptik immer wieder ins matschige und belanglose abdriftet, mit lahmen CGI-Krokodilen, die zwar Menschen in zwei Hälften und den Kopf abbeißen, aber den ständig bellend kommentierenden Hund nicht zu fassen bekommen. Dafür gibt es immerhin eine Gruppe ausnehmend höflicher…