mother!

mother! ★★★★

Es gibt diese Filme, die wie eine leere Seite sind. Sie müssen vom Zuschauer gefüllt werden. Sie kauen Dir nichts vor, verwehren sich Antworten. So ein Film ist "mother!". Du kannst es lieben oder dich drüber ärgern, aber die Erfahrung ist so reizvoll und regt zum Nachdenken an, dass ich diesen Ansatz schätze. Gleichzeitig ist "mother!" fesselnd und spannend bis zur letzter Minute.

Der Film hat eine sureale Note, die an Buñuel, Polanski, Jodorowsky oder Zulawski erinnert. Der Film arbeitet mit Allegorien, Metaphern und Symbolen. Ich will gar nicht so viel darüber schreiben, was genau behandelt wird, dass soll jeder für sich erleben. Von Religionen, Menschheitsgeschichte und philosophischen Abhandlungen ist alles dabei. Im 3. Akt des Filmes mutiert der Film zum Fiebertraum.

Der Film ist kein Horrorfilm, mehr ein surealer Thriller, der explizite Bilder zeigt. Der 16 mm Filmlook ist wundervoll, die Kamera bleibt immer nah bei Jennifer Lawrence, wir erleben die Welt durch ihre Augen. Vorallem haben mich Ed Harris (Westworld, History of Violence und zig tausend andere gute Filme) und Michelle Pfeiffer (Scarface & Batman Returns) in ihren exzentrischen Rollen begeistert. Außerdem interessant dezente Musikuntermalung. Das Haus kann man auch als Darsteller bezeichnen, mir gefällt die metaphysik mit dem Haus. Es wirkt wie ein klassich amerikanisches Haus.

Sehempfehlung für dieses intensive Filmerlebnis. Für diese nachdenkliche Filmerfahrung.

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