Woman in the Dunes ★★★½

#Japanuary 2020 Nr. 19

Woman In The Dunes/砂の女 (Suna no Onna) - So wie Schullehrer und Insektenforscher Niki Junpei (Eiji Okada), seine Käfer und Motten mit Nadeln im Sandkasten fixiert ist auch er Gefangener in den Dünen. In Kafka-esken Bildern und mit Monster-Close-Ups erzählt Regisseur Hiroshi Teshigahara von einem Mann, der aus diesem Gefängnis entkommen möchte.

In einer Hütte zwischen den sandigen Dünen am Meer, kämpft er gegen seine inneren Dämonen und muss den Verlockungen einer jungen Frau (Kyōko Kishida) widerstehen. Mehr und mehr erliegt er ihren Reizen und nimmt das Gefängnis als neues zu Hause an. Die Hauptfigur kämpft gegen die Einsamkeit, Hitze und Öde, die ihn tagtäglich heimsucht.

Stellenweise erinnert die Isolation auch an die dritte Staffel LOST oder Robinson Crusoe, auch wegen dem Fischerdorf am Strand. Die Einheimischen versorgen Niki Jumpei und seine Mitbewohnerin mit Nahrung, halten ihn aber in der Hütte gefangen. Eine Flucht scheint unmöglich.

Stellenweise sind die Szenen aber doch etwas repetitiv. Besonders deutlich wird das in der 146 Minuten langen Version des Films. Obwohl die monotonen und drögen Tagesabläufe sehr gut das Elend des Lebens verdeutlichen, hätte es sicherlich auch die Kinofassung (127 Minuten) getan. Obwohl mich Woman In The Dunes nicht völlig unterhalten hat, habe ich Blut geleckt und möchte weitere Filme von Hiroshi Teshigahara sehen. The Face Of Another und Pitfallliegen glücklicherweise schon bereit.