Intolerance: Love's Struggle Throughout the Ages ★★★½

Ein Meilenstein der Filmgeschichte, der seine Stärken in den künstlerischen Feldern hat.
Inhaltlich ist er aus vier Geschichten, aus vier verschiedenen Kapiteln der Menschheitsgeschichte, aufgebaut, die nur aufgrund ihrer übergeordneten Thematik, lose miteinander verknüpft sind. Dadurch treten im Laufe der drei Stunden immer mehr Figuren auf, sodass es schwer wird bei diesen ganzen Namen den Überblick zu behalten. Jederzeit zu wissen in welcher Episode man sich befindet ist praktisch unmöglich.
Setdesigns und Kostüme sind mit unglaublich viel Aufwand beeindruckend in Szene gesetzt und vermitteln das Gefühl, hier einen wirklich großen Film zu sehen.
Die Kameraführung ist, wie zu dieser Zeit üblich, nicht durch Kamerafahrten geprägt, sondern verwendet ausschnitthafte Aufnahmen, zwischen denen geschnitten wird. Diese, vor allem im zweiten Akt, übermäßig vielen Schnitte bekräftigen das Gefühl der Überforderung, der Geschichte inhaltlich folgen zu können.
Ein unerwartetes Highlight ist die letzte Sequenz des ersten Aktes. Die große Schlacht um Babylon, bei der Musik und Bilder wunderbar miteinander harmonieren. Inhaltlich passiert hier nicht so viel, weshalb man sich der Ästhetik der Inszenierung, mit seiner Vielzahl an tollen Kostümen und riesigen Kulissen voll und ganz hingeben kann (das sollte auch übergeordnet für den ganzen Film gelten).