A Taxi Driver

A Taxi Driver ★★★½

Dieser Film wäre 100% besser, wenn die letzten 10 Minuten nicht wären, die leider wirken, als hätte Peter Jackson sie gedreht.

Eigentlich ist die Verabschiedung am Flughafen perfekt, in der der Taxifahrer und der Journalist warme Worte wechseln, ohne sich – genau wie im gesamten Film – zu verstehen.

Doch dann sehen wir, wie der Journalist Jahre später wiederkommt und eine Rede hält, die heftig auf die Tränendrüse drücken soll. Okay, für meinen Geschmack ein bisschen too much, aber wem's gefällt.

Oh, das ist noch nicht das Ende? Wir sehen den Taxifahrer als alten Mann, der jetzt gelernt hat, dass Geld nicht alles ist und Leute auch schon mal umsonst rumfährt? Okay, das ist wirklich sehr on the nose ...

Wie, es geht noch weiter? Eine Texttafel, dass der Journalist und der Taxifahrer sich Zeit ihres Lebens nicht wiedergesehen haben. Ja, das wurde doch schon aus den beiden Szenen zuvor klar. Soll ich mit diesem Ende noch mehr heulen?

Okay. Jetzt wird es lächerlich. Der Film ist noch immer nicht zu Ende. Wir sehen jetzt noch Archiv-Aufnahmen von Jürgen Hinzpeter, der durch den Film zum Taxifahrer spricht. Okay, zunächst bricht er – überwältigt von den eigenen Emotionen – ab und dann dankt er noch einmal dem Taxifahrer.

Und an dieser Stelle ist leider der Teil meines Gehirns, der dafür verantwortlich ist, dass solche Szenen emotional wirken sollen, für immer abgestorben ...