Throne of Blood ★★★

Nummer 7 im Japanuary. Ich habe spät angefangen, aber vielleicht mache ich die Acht noch voll. Meine Gedanken:

1. Schon ziemlich lustig, wie Washizu und Miki am Anfang durch den Wald reiten und gegen die Luft kämpfen.

2. Die Szene mit der Hexe oder dem Geist oder was sie ist, ist aber beeindruckend.

3. Insgesamt ist die erste Hälfte des Films allerdings ziemlich öde. Meist sieht man als Symbol der Verwirrung Menschen viel zu oft hin und her reiten oder laufen. Alternativ sieht man sie auch gerne viel zu lange auf irgendwas zulaufen.

4. Dann wird der Film unsäglich frauenfeindlich. Ich habe MacBeth nie gelesen, gehe aber davon aus, dass das schon in der literarischen Vorlage so steht. Der Trope des intriganten Weibs, das den rechtschaffenen Mann auf den falschen Pfad bringt, ist aber schon viel älter und noch abgedroschener.

5. Diese japanische Mode, dass Frauen sich die Augenbrauen wegrasierten und dann neue auf die Stirn malten, war auch extrem albern, oder?

6. Die zweite Hälfte des Films wird dann wesentlich stärker.

7. Die Szene, in der Miki ihm als Geist erscheint, ist von Toshirō Mifune extrem geil gespielt.

8. Hat Tolkien das mit dem Wald, der angreift aus MacBeth geklaut, beziehungsweise sich inspirieren lassen? Hier gibt es ja eine realistische Erklärung.

9. Insgesamt aber der Schwächste von Kurosawa, den ich bisher sah. Das liegt allerdings ausschließlich an der ersten Hälfte.