Big Bang Love, Juvenile A ★★★½

#Japanuary 2020 - Die Erste:


Gefängnisfilme können mich in der Regel immer irgendwie abholen. Das Setting ist schlicht, Regeln sind bekannt, die Rollenverteilung zumeist auch. Es ist die Gesellschaft im Kleinen, die abgeschottet von der Außenwelt paralell existiert.

Jetzt gibt es allerdings auch so avangardistische Biester wie BIG BANG LOVE, JUVENILE A, die sich einen Dreck um Konventionen oder Regeln scheren. Die Zelle und deren Insassen sind stets unbekannte, von der Schwärze verschlungene Teilchen einer Gleichung. Man kann niemals den Raum erahnen, alles scheint hoffnungslos und leer. Egal ob es Insassen, Wärter oder Gefängnisdirektor betrifft. Ein neues Leben, bzw. Resozialisierungsprozess zu starten, scheint schier unmöglich.
Den einzigen Ausweg bietet, wie so oft, die Liebe. Dass die Voraussetzungen in einer Haftanstalt nicht unbedingt die rosigsten sind, muss ich wohl nicht weiter erläutern. Dennoch versucht man zu entfliehen. In die unendlichen Weiten der Fantasie, wo Pyramiden erklimmen, eine Reise ins All oder dreifache Regenbögen nicht sofort von dritten Parteien zerschmettert werden können.


Alles in allem sollte man hier schon für alle möglichen Formen der Inszenierung offen sein (und potthässliche CGI). Vielleicht nicht unbedingt der einfachste, dafür aber sicherlich einer der interessantesten möglichen Einstiege in den diesjährigen #Japanuary.

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