Blue My Mind ★★★★½

/slash Filmfestival 2018 - Die Erste:


Was ein Brett als persönlicher Einstand für das diesjährige /slash! BLUE MY MIND ist eine rohe Mischung aus THELMA, RAW und CLIP. Sprich das beste, was das europäische Coming of Age in den letzten fünf Jahren zu bieten hatte.

Von ruhig-blassen Farben umgeben folgen wir Mia auf ihrem Weg eine neue Form des Lebens eintretend. Mit der ersten Menstruation folgt auch die Abstoßung des bisher Bekannten. In stetiger Angst um ihre Integrität und nach Erklärungen suchend, als wären sie so unabkömmlich wie die Luft zum Atmen, wird permanent die unumgänglichste aller Genrefragen gestellt: Wer bin ich?
Aber gibt es hierfür eine zufriedenstellende Antwort? Ist sie denn von Bedeutung? Der hypnotisierende Score, das wunderschöne Make-Up und die fabelhafte Kameraführung machen BLUE MY MIND zu einer kleine Arthousperle. Das ist von Bedeutung.

Klingt vertraut? Kennt man alles schon? So what?! Ich bin schlichtweg begeistert. Worte können mein Befinden und Gefühlschaos während der Sichtung nicht zufriedenstellend zusammenfassen. Feststeht, dass Lisa Brühlmann zu einem weiteren Namen geworden ist, den ich mir dick in mein Notizheft eintragen muss.

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