Friendly Beast ★★★★½

/slash Filmfestival 2018 - Die Fünfte:


Die Gastronomie ist hässlich. Die Arbeitszeiten sind der Horror, man wird schlecht bezahlt, von den Gästen angepöbelt und hofft ständig auf Besserung und gute Bewertungen von RestaurantkritikerInnen. Wenn dann noch zwei Halbstarke mit Schusswaffen herumfuchteln, die Gäste belästigen und dir dein hart verdientes Geld abknöpfen wollen, darf es nicht wundern, sollte mal die Hutschnur platzen.

Kammerspiele leben von den Dialogen heißt es. Sind diese nicht auf höchstem Niveau, stellt sich aufgrund der begrenzten Schauwerte schnell Langeweile ein. Gabriela Amaral Almeida beweist hier eindrucksvoll, dass dem nicht zwangsweise so sein muss. Wie heißt es so schön: Bilder sagen mehr als 1000 Worte. In diesem Fall sogar so viele mehr.
Wie hier mit der Bildsprache gearbeitet wird, ist Zucker in Reinform. Durch ständig begrenzte Bildkader und viel Unschärfe vorangetrieben, baut sich langsam aber stätig ein ungut-hässliches Gefühl in der Magengegend auf. Bis zur unweigerlichen Eruption.