Me and Earl and the Dying Girl ★★★½

Eigentlich ein Film wie für mich gemacht. Querky Teenager der auf Klassiker der Filmgeschichte steht, eine auf mehreren Ebenen etwas andere Freundschaft, unzuverlässiger Erzähler, zahlreiche brilliante visuelle Einfälle - die Nenad'sche Coming of Age-Checkliste wird beinahe komplett abgehackt. Der erste Akt ist grandios und Alfonso Gomez-Rajon präsentiert sowohl stets perfektes Timing, als auch Wissen wie man trotz Voice-over sehr gut visuell erzählen kann.

Wir alle kennen doch diese eine Person, die sich stets die Ausbildung in FULL METAL JACKET ansieht und dann die Disc wieder aus den Player nimmt. Ich werde wohl bald ein Mensch, der sich ME AND EARL AND THE DYING GIRL bis zur 40. Minute ansehen wird und danach wieder ausmache. Wie gesagt, der erste Akt ist auf mehreren Ebenen grandios und ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, dieser Film könnte ein instant-favourite werden. Leider hat man sich aber irgendwann entschlossen ein relativ konservatives, sehr vorhersehbares und dadurch leider auch schnarchiges Teeniedrama zu machen.
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Damn it! Es hätte so gut werden können!!!