Office ★★★½

/slash Filmfestival 2018 - Die Vierte:


Ich bin nicht unbedingt der größte Johnnie To Kenner und wusste daher auch nicht wirklich was mich erwarten würde. Nun, jedenfalls kein kapitalismuskritisches Musical, soviel ist klar..

Zwei junge, aufstrebende Menschen beginnen ihre Karriere in einer der größten Investmentfirmen Asiens. Lee Xiang (Lee wegen Ang Lee, Xiang wegen Traum) zeichnet sich dabei als wahrer Senkrechtstrater heraus, wohingegen Kat als Tochter des CEOs vorerst unantastbar scheint. Als Harvard Absolventin hat sie allerdings auch ein bisschen was im Köpfchen.

Wenn man sich mal die Architektur des Firmengebäudes ansieht, sollten eigentlich alle Alarmglocken schrillen. Eine sich permanent drehende große Uhr in der Wartehalle, überall Lamellen und Gitterstäbe, keine Fenster, ringsum nur undurchdringliche Schwärze. So etwas wie Privatsphäre scheint ein Fremdwort zu sein. Kein einziges Büro scheint Wände oder einen festen Boden zu haben. Von allen Seiten schielen die neugierigen Augen der Mitarbeiter und Gossip ist an der Tagesordnung.

Man kann sich OFFICE am ehesten als die asiatische Shakespeare-esque Variante von THE WOLF OF WALL STREET vorstellen. Mit sehr vielen Gesangseinlagen.