Suburra ★★★★

Rom ist ein heißes Pflaster. Wenn es nach Sollima geht, anscheinend auch ein permanent nasses. Der niederprasselnde Regen wischt gleichzeitig Moral, Schuld und jedes Fleckchen Blut von den Straßen. Frei nach dem Motto "Wird schon niemand merken" kann man dann auch mal im Opiumrausch vom Balkon eines Nobelhotels pinkeln.
Neben des Hinfortspülens bringt nächtlicher Regen auch noch etwas anderes mit sich: grenzenlosen Style. Jede neue Einstellung von auf Pflastersteinen spiegelnden gelben Straßenlichtern bietet einen neuen Screensaver.

Trotz eher verhaltener Kritiken zu SICARIO 2, Sollima hat mit SUBURRA eindrucksvoll bewiesen, dass er verdammt gut und athmosphärisch dicht Geschichten in kriminellen Millieus inszenieren kann. Ich bleibe weiterhin dezent positiv.

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