Your Name. ★★★★

#Japanuary – Die Vierte

Ich kannte bislang einen Film von Makoto Shinkai, nämlich 5 CENTIMETERS PER SECOND. Die Prämisse in seinem neuesten Film ist relativ ähnlich. Zwei Teenies die sich ineinander verlieben, aber leider voneinander getrennt sind. YOUR NAME ist eine konsequente Weiterentwicklung desselben Kerns.

Shinkai hat ein enormes Gespür für das Erzählen von Geschichten und weiß wann er was einsetzen muss. Nehmen wir mal als Beispiel den Soundtrack, der schlichtweg wundervoll ist und in den jeweiligen Szenen wie Arsch auf Eimer passt. Beim Humor ist es auch so. Die einzelnen Spitzen sind sehr schön über die Laufzeit verstreut und wirken niemals deplatziert. Die Übergänge zwischen Trauer, Angst, Hoffnung, Ruhe und Spaß könnten nicht besser sein. Klar ist es hin und wieder vielleicht etwas überbordend, aber es funktioniert. Verdammt gut sogar.
Ich habe mich vor allem in den Zeichenstil und die Farbenvielfalt verliebt. Die Landschaftspanoramen raubten mir stellenweise den Atem. Postkartenmotive all over the place.

Wenn es etwas gibt das ich kritisieren könnte, dann dass ich die meiste Zeit über emotional nicht investiert war. Schade, denn genau da sollte eigentlich die Stärke des Films liegen. Während ich bei 5 CENTIMETERS PER SECOND stellenweise fast in meinen Tränen ertrunken bin und nach der Sichtung enormen Tatendrang verspührte, ließen mich hier die gefühlvollen Momente kalt. Nicht schlimm, da ich dennoch viel aus diesem Film herausziehen kann, aber dennoch ein wenig schade da es so viel mehr hätte sein können.