Knives Out ★★★★

Ein Whodounit, das prinzipiell seinen Zweck als solches erfüllt: es liefert ein heiteres Mörderrätseln mit einer angemessenen Anzahl an Verdächtigen ab, unterwandert in seiner Narration Erwartungen und sorgt mit Wendungen, wie sie zumindest ich noch nicht gesehen habe, für Überraschungen.
Dabei fungiert das Haus des verstorbenen Krimiautors (Christopher Plummer), welches einem Cluedo-Spielbrett ähnelt, als trickreiche und charmante Kulisse.
Löblich ist zudem, dass man bei der angemessenen Anzahl von Verdächtigen nicht den Überblick verliert.
Das Problem ist, dass die Figuren nur halb so interessant sind, wie sie zuerst den Eindruck erwecken, was dazu führt, dass der Film einen ziemlich geringen Wiederschauwert bietet, da er zu sehr von seiner Auflösung lebt. Einige Fans der beteiligten Stars werden deshalb auch enttäuscht das Kino verlassen, schätze ich!
Ich hatte zwar durchaus meinen Spaß beim miträtseln und wurde nach kurzer Skepsis im Mittelteil am Ende überrascht, aber ich schätze, dass ich kein weiteres Mal das Bedürfnis bekommen werde, mir den Film nochmal anzusehen, da er einfach zu sehr von seiner Auflösung bzw. zu wenig von seinen Figuren lebt.

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