Pain and Glory

Pain and Glory ★★★★

Ein Film, der mich an meine Grenzen gebracht hat. Das hat auch ein wichtigen Grund. Der Film ist autobiographisch. Almodóvar verarbeitet hier seine Kindheit, seine Leiden und sein Werdegang. Besonders das Leiden hat mich sehr mitgenommen. Da ich hypochonder bin, ist es für mich schwer, andere über Krankheiten reden zu hören. Wenn es jetzt un einen Charakter wie hier geht, der unter vielen Leidet, ist es für mich schwer das zu ertragen.

Ich fühlte mich in einigen Momenten sehr zu Almodóvar verbunden. Ich hatte oft Angst, das ich genau solche Beschwerden haben werde. Genau das hat mich irgendwie fertig gemacht. Doch das ist nichts negatives. Ich finde den Film dennoch umwerfend. Er ist packend, authentisch und unkonventionell. Almodóvar schneidet und dreht wie es ihm passt. Sprünge in der Zeit werden gemacht, wenn er es für richtig empfindet. Ich finde das alles so authentisch, dass ich hier nichts negatives ankreiden kann. Es ist sein Leben und sein Recht dieses so zu verfilmen wie er es will.

Für mich ist der Film einfach großartig. Von den Dialogen über die Kamera bis hin zum oscarwürdigen Schauspiel von Banderas. Er spielt sich die Seele aus dem Leib und ich würde wütend werden, wenn er hierfür nicht endlich eine Oscarnominierung bekommt.

Wer die Möglichkeit hat, "Leid und Herrlichkeit" zu sehen, sollte es tun. Er ist nicht nur einer der einfühlsamsten und authentischsten Filme des Jahres, sondern auch einer mit dem meisten Herz.