Door Lock ★★★½

#Seoultember 1
Als Slowburner würde ich Door Lock nicht unbedingt betiteln, dafür legt er zu viel Holz ins Feuer, um die Spannungsschraube kontinuierlich anzuziehen. Und das gelingt ihm ausgezeichnet. Das Gefühl der ständigen Unsicherheit der Protagonistin (Gong Hyo-jin) schwappte auf mich über und sorgte für eine durchweg beklemmende Stimmung. Die vereinzelten harten Spitzen sorgten auch nicht für eine Art Befreiungsschlag, um der Anspannung etwas an Luft zu nehmen - stattdessen schürrten sie das Korsett nur weiter zu. Als Psychothriller ist das bemerkenswert konsequent inszeniert.

Weniger gefällig inszeniert, sind manche Plotmomente die dann doch etwas arg dem Zufall überlassen werden, als auch die männlichen Figurenzeichnungen, die zum Großteil aus Arschlöchern bestanden. Etwas weniger Misogynie hätte dem Film wensentlich besser zu Gesicht gestanden und zumindest den Detective ein wenig sympathischer erscheinen lassen können, der wirklich jede Aussage der Protagonistin in Frage stellt. So war mir das dann doch etwas zu verkrampft auf bestimmte Bilder gestreckt.

Atmosphärisch war der Film aber aufjedenfall starkes Kino und einige Kameraeinstellungen jagen mir auch jetzt noch einen kalten Schauer über den Rücken...