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  • A Quiet Place

    A Quiet Place

    ★★★★★

    Wer Lärm macht, stirbt. Das ist die einfache Prämisse des Horrorfilms A QUIET PLACE. Im Mittelpunkt steht die Familie Abbott und die verhält sich fast ausnahmslos vernünftig – ganz ungewöhnlich im Horrorgenre. Der Vorteil der Familie, durch die taube Tochter beherrschen alle die Gebärdensprache. Schon nach wenigen Minuten ist klar, wie real die Gefahr ist, nach dem ersten Schock, hält uns der ausgesprochen dialogarme Film durchgehend in Spannung – auch durch die wie immer großartige Emily Blunt, die als Hochschwangere…

  • Transit 

    Transit 

    ★★★★

    Das ist eine mutige Entscheidung: Petzold verfilmt Anna Seghers Roman aus dem Zweiten Weltkrieg nicht als Kostümfilm, sondern versetzt ihn optisch ins Jahr 2017, passt aber die Vorlage, die Sprache, die Handlung nicht an. Das hat Johanna und Thomas eine Zeitlang sehr irritiert, bis die Figuren, die Handlung und die Emotionen in den Vordergrund treten. Petzold aber gelingt durch diese Ungleichzeitigkeit der gewünschte Effekt: Das Geschehen wird von uns Zuschauern nicht in die 1940er projeziert und weggeschoben, es ist absolut…

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  • Arrival

    Arrival

    ★★★★★

    Es geht um die Möglichkeiten und Grenzen der Sprache, darum wie wir mit etwas umgehen, das wir nicht verstehen und wie wir damit umgehen, dass das, was wir lieben, verloren gehen wird. Dennis Villeneuve hat Ted Chiangs Erzählung „Story of my life“ (aus dem Erzählungsband „Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes“) meisterhaft verfilmt. Er ist so unglaublich sicher in seinen Emotionen, seiner Dramaturgie, seinem Timing, seinen Farben, seinem Licht, seinen Requisiten und nicht zuletzt in der Wahl seiner Schauspieler. Villeneuve hält, was Christopher Nolan verspricht: Er hat uns mit „Arrival“ einen Klassiker der Science-Fiction-Filmgeschichte geschenkt. schoener-denken.de/blog/arrival-filmkritik/

  • mother!

    mother!

    ★★★★

    Die letzte halbe Stunde saß ich staunend mit aufgerissenen Augen im Kinosaal. Was für ein Brett von einem Film! Simpel und unerbittlich konsequent in der Konstruktion, allegorisch ohne den geringsten Hauch von Subtilität, eine rücksichtslose, artifizielle Parabel auf körnigem 16-MM. Wer den zugegeben sehr schmalen Einflugwinkel in diesen Film findet, wird mit sehr intensiven Bildern und Stimmungen und einer wirklich beeindruckenden Eskalation belohnt. Am Mikrofon direkt nach dem Kino sortieren Heidi, Johanna und Thomas mal ein bisschen, wer hier Gott, Natur und Menschheit, Eitelkeit, Eifersucht, männliche Schöpfungskraft, weibliche Schöpfungskraft und Kain und Abel ist. schoener-denken.de/blog/mother-aronofsky-filmkritik/