Thor: Ragnarok

Der kurzweilige Podcast mit Spoiler-freien Eindrücken: secondunit-podcast.de/?p=4564

Ich bin ja ein großer Superhelden- und Marvelfan. Ich bin immer noch fasziniert vom größten Filmserien-Experiment dieser Tage. Das MCU ist mein Serien-Ersatz. Ich mag die Charaktere, ich freue mich auf die große Reise und hoffe, wir kommen an einem zufriedenstellenden Ort an. Oder kommen überhaupt mal an.

Deshalb fühlt sich Thor: Ragnarok etwas doppelseitig für mich. Einerseits gibt er mir alles, was ich von einem Marvel-Film will: Wunderbare Charaktere, deren Beziehungen aus der gesamten Reihe tragen. Querverweise zu Vorgänger-Filmen, die hier widerhallen. Dazu ein knallbuntes Set-Design, ein herrlicher Cast, der ohne Bremsen spielen darf. Und zu guter Letzt: Eine locker-leichte Stimmung, die im Kinosessel Spaß macht.

Das funktionierte schon bei den Guardians, das funktioniert auch hier. Das funktioniert aber eben am besten als Episode 17 der ersten großen MCU-Staffel. Als Zwischenakt. Als Film aber? Eher weniger. Das größte Problem ist dabei eben jene locker-leichte Spaß-Stimmung, die sämtliche Dramaturgie überschattet. Da können wir ZuschauerInnen nichts fühlen, weil wir in den unpassendsten Momenten lachen müssen. Oder sollen.

Das verschenkt leider eine Menge Potential.