Cinema Paradiso

Cinema Paradiso ★★★★½

English tl;dr
I want to hand out this movie a trophy for one of the most touching depictions of a friendship between young and old. Celebrating love, friendship, nostalgia and the art of cinema itself, being accompanied by a wonderfully played out soundtrack from Ennio Morricone this movie made me feel older than I should probably feel - in a strange but not unpleasent way. What a truly beautiful, beautiful movie!


"Was für ein schöner Film" - das war wohl der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam, nachdem die Tränen wieder getrocknet waren und der Abspann seinem Ende entgegen lief. Selten bin ich auf solch eine charmante Art und Weise von einem Film verzaubert und zugleich berührt worden.

Erzählt wird die Geschichte des Jungen Totò, der im sizilianischen Italien der 50er Jahre vor allem eines im Kopf hat: sich so oft wie nur möglich ins örtliche Kino - dem Cinema Paradiso - zu schleichen und dort die Filmklassiker der italienischen Filmlandschaft zu bewundern. Das Kino wird zu seiner Leidenschaft, wie auch der technische Blick hinter die Kulissen, sodass er die Filme oftmals aus dem Vorführraum des Kinos erblickt und dabei eine Freundschaft mit dem dort den Projektor-bedienenden Alfredo eingeht, der ich in ihrer Art hiermit offiziell den Preis für die anrührendste Freundschaft der Leindwandgeschichte zwischen Jung und Alt verleihen möchte.

Einer klassischen Erzählung durch die Zeit folgend zelebriert der Film so viele Themen, die in mir auf fruchtbaren Boden gestoßen sind. Es ist eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Nostalgie und eben auch die Leidenschaft zum Film, die auf ganz unprätentiöse und selbstverständliche Weise aufzeigt, auf welch tiefer Ebene die Kunstform des Films uns berühren kann und wie viel wir von unserer eigenen Persönlichkeit dort jedes Mal hineinprojizieren. Cinema Paradiso kommt einem sehnsuchtsvollen Blick in seine eigene Kindheit gleich, wo man in einem nostalgischen Strudel hineingesogen wird und selber noch darüber ins Grübeln kommt, welche Personen und Leidenschaften einem damals den Weg geebnet haben und welche Bedeutung sie nun noch eigentlich im eigenen Leben einnehmen. Wenn dann der melodiöse Soundtrack von Ennio Morricone einem noch das Ohr schmeichelt und dem Film mit seiner ganz eigenen Dynamik noch das letzte Quäntchen Kraft anreicht, bleibt da kein Auge trocken.
Ein klein wenig flacht der Film nach der ersten Hälfte und dem ersten gesetzten Höhepunkt zwar ab, weil er sich etwas in einer konventionellen Liebesgeschichte verfängt, die auf mich nicht den selben Eindruck hinterlassen hat wie die anderen Thematiken des Films, aber was am Ende aufgefahren wird, entschädigt wieder für alles.

Ich habe viel gelacht, viel in mich hinein geschmunzelt, geweint und mich auf eine seltsame Art nach dem Schauen des Films älter gefühlt als ich es wohl sollte. Eine Ode an das Kino! Was für ein schöner Film!

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