Youth of the Beast ★★★★

Youth of the Beast ist ein visuelles Meisterwerk! In diesem Film stecken so wahnsinnig viele Ideen und Details, dass eine ganze Dissertation nötig wäre, um alles zu erörtern. 

Youth of the Beast ist ein Yakuza-Film und spielt im Tokyo der 60er Jahre. Tokyo wird dabei so großartig gezeichnet, dass ich sofort Fernweh bekommen habe. Was für eine außergewöhnliche, lebhafte und abwechslungsreiche Stadt, die hier gezeigt wird. Nicht selten musste ich an das New York der 70er denken. 

Es mag übertrieben klingen, aber wirklich jede Einstellung in diesem Film ist ein Kunstwerk. Ob es nun das grandiose Blocking der Darsteller mit ihrer Umgebung ist, oder die außergewöhnlichen Kameraperspektiven und Blickwicken bis hin zu den kreativen Kamerafahrten, das sieht alles so verdammt gut aus. Dazu kommt die satte Farbgebung und auf der Audiospur kann der Film auch mit einem tollen Audiodesign und einem speziellen aber trotzdem sehr catchy Jazz-Soundtrack punkten.

Ich war von vielen der Bilder so gefangen, dass ich des Öfteren vergessen habe die Untertitel zu lesen, um der Geschichte zu folgen. Youth of the Beast erzählt eine klassische Gangstergeschichte in der sich zwei Yakuza-Clans bekriegen und gegenseitig hintergehen. Gerade zu Beginn empfand ich die Story etwas kompliziert, aber wie schon geschrieben, ich hab den ein oder anderen Dialog verpasst, da ich meinen Blick nicht von den Bildern abwenden konnte. Ein Rewatch ist also definitiv nötig. Trotzdem ist der Film mein bisheriges Highlight des Japanuary und von Regisseur Seijun Suzuki werden ich bestimmt noch den einen oder anderen seiner Film nachholen. 

Nr. 4 #japanuary2019