Wrath of Man

Wrath of Man ★★★

Heißt bei uns wie das französische Original ebenfalls Cash Truck! Von Guy Ritchie (Swept Away) aalglatt inszeniert und wieder 'mal mit seinem alten Kumpel aus Anfangsjahren, dem londonder "Köter" Jason Statham in der Hauptrolle.
Die Story wurde etwas an die Egomaschine Statham angepasst. Seine Motivation muss natürlich nachvollziehbar und im politisch korrekten Rahmen bleiben. So wie das die heutigen Zuschauer verlangen. Überhaupt wandelt er wieder durch den Film, wie ein Außerirdischer vom Planeten Unverwundbar, dem aber auch rein gar nichts etwas anhaben könnte. Gut, den Satz: "Ist ja nur 'ne Fleischwunde", kennen wir ja von den besten des Fachs.
Dass wir uns aber in Gangster-Fantasyland bewegen, wird wohl jedem Zuschauer recht bald klar werden, aber das tut ja dem Vergnügen keinen Abbruch, wenn die Rollwalze Statham loslegt und Alles und Jeden unter sich begräbt.
Statham ist hier auf Rachefeldzug, denn böse Buben haben seinen einzigen Sohn gekillt, und das gerade in einem Gewerbe, das er eigentlich dominieren sollte. Dass ihm da Wildfremde in die Geschäftssuppe spucken und dann noch den Junior über den Haufen knallen, das kann der gute Statham natürlich nicht ungesühnt lassen.
Also wird beim hiesigen Transportunternehmen angeheuert, um der Sache letztlich auf den Grund zu gehen.
Unterhaltsam. Ja! Die Action ist wohl dosiert und das Finale hat durchaus seine Reize. Das Problem sind dann eher die letzten Minuten, die sehr konstruiert und entrückt daher kommen. Aber ohne den obligatorischen Ritt in den Sonnenuntergang läuft bei Statham heutzutage wohl nichts mehr! Gott behüte, welchen Aufschrei hier die Instagram-Community wohl veranstalten würde. Das würde den Marktpreis wohl gleich um einige Milliönchen senken...
Naja, das was Statham hier macht, haben die richtig Großen im Genre (Norris, Bronson, Arnie, Stallone usw.) in den 80ern auch permanent gemacht. Nur waren ihre Figuren am Ende trotzdem eine deutliche Spur sympathischer und nahbarer... Symptomatisch für die künstliche Distanz von Herrn Statham sei nur einmal die Szene hervorgehoben, wenn er regungslos an seinem Schreibtisch sitzt, und seiner späteren Ex-Frau beim Trauern zusieht... Schaut halt eher nach schiefgegangenen Business-Meeting aus, als nach einem trauernden Vater...
What You See is What You Get! Jason Statham von der ersten bis zur letzten Minuten! Ist aber zwischendurch unbestritten doch auch spaßig!

sezzz liked these reviews

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