Ramen Shop ★★★

#Japanuary 2019 - Film Nr. 1

Ramen Shop ist zwar nicht auf meiner #Japanuary Liste, aber wenn schon ein japanischer Film aktuell im Kino läuft, dann wollte ich dies auch nutzen.

Nachdem sein Vater verstorben ist, findet der junge Ramen-Koch Masato ein Koffer mit Familienfotos, Souvenirs und einem Tagebuch seiner früh verstorbenen Mutter, welche aus Singapur stammte. Er beschließt, seiner Familiengeschichte nachzugehen und nach Singapur zu reisen. Mit Hilfe der Food-Bloggerin Miki begibt er sich auf eine Reise durch die Singapurischen Küche sowie auf die Suche nach seinem Onkel Wee.

Ramen Shop feierte an der Berlinale 2018 in der Sektion Kulinarisches Kino Premiere und genau dahin gehört Ramen Shop. Obwohl ich in die Frühvorstellung um 14:00 ging, nachdem ich gerade zu Mittag gegessen habe, bekam ich während den 89 Minuten immer mehr Hunger. Das Essen wird hier unheimlich toll eingefangen und man sollte es definitiv unterlassen den Film hungrig zu schauen.

Nebst dem kulinarischen Teil geht es in Ramen Shop auch um die Familiengeschichte von Masato. Seine Mutter verstritt sich mit der Großmutter, als sie Masatos Vater, einen Japaner, heiraten wollte. Die Wunden, verursacht durch die Grausamkeit der japanischen Besatzung Singapurs im Zweiten Weltkrieg, waren immer noch groß und der Konflikt der dir Heirat auslöste, konnte nie gelöst werden.

Durch die eher sprunghafte Erzählweise von Ramen Shop konnte mich dieser persönliche Teil selten emotional erreichen und einzig der kulinarische Teil konnte mich überzeugen. Dafür konnte ich viel über die Geschichten einiger traditionellen Gerichte was lernen.

,,Ramen Shop’’ steht ganz in der Tradition von Jûzô Itamis ,,Tampopo’’ (den ich ebenfalls in diesem Japanuary sehen werde) oder Ang Lees ,,Eat Drink Man Woman’’. In der Hauptrolle glänzt der in Japan populäre Sänger und Schauspieler Takumi Saitoh, der auch als Model – u.a. für Issey Miyake – bekannt wurde.