Tokyo Drifter ★★★★½

Japanuary Nr. 1

"Style over Substance" kann sehr riskant sein. Wenn der Stil nicht stark genug ist den Film zu tragen, dann braucht man jemanden, der ganz genau weiß, wie man einen Film inszeniert, sodass die Handlung zweitrangig sein kann, aber der Film darunter nicht leidet. Seijun Suzuki beweist mit Tokyo Drifter, dass er das genau das kann.

Die Kombination aus Bilder und Musik ist ein wahrer Genuss. Tolle Kameraeinstellungen und das großartige Spiel mit Farben wird unterlegt und verstärkt von einem stimmigen Jazz-Soundtrack, der den Weg ebnet für die Gelassenheit und Ausstrahlung von Hauptrolle Tetsuya Watari, der in seinem blauen Anzug und seinem verschmitztem Lächeln die Definition von Cool ist.

Das alles endet in einem fantastischem Finale. Der weiße Gang, Tetsuya Watari im weißen Anzug, Chieko Matsubara Gesang, die letzte Schießerei auf einer Theater ähnlichen Bühne komplett in weiß. Und am Ende läuft Tetsuya alleine die Straße entlang, den ein Drifter braucht keine Frau.

Und wem das nicht ausreicht, der bekommt das von Tetsuya Watari gesungene Theme obendrauf.