Tokyo Tribe ★★★★½

Das neue Jahr ist angebrochen und das heißt, es ist Zeit für die What to Watch Challenge und dem Japanuary.

CW 1 - A film by Sion Sono #WTWChallengeCW1

Sion Sono inszeniert ein Hip Hop-Musical mit Gangs in Tokyo und besser hätte ich nicht in den Japanuary einsteigen können. Die Welt lebt durch das Szenario der 23 Gangs, die sich in den verschiedenen Bezirken Tokyos angesiedelt haben. Die tollen Sets und die Kamerafahrten werden unterstützt von einem tollen Soundtracks und pumpenden Beats, die dem Chaos und dem Wahnsinn zu einem ganz großen Spaß werden lässt.

Die ganz große Stärke von Sion Sono ist, dass die Absurdität und der Wahnsinn ab einem gewissen Punkt einfach akzeptiert wird und man eigentlich immer mal wieder auf Pause drücken sollte um sich klar zu machen, was man da eigentlich gerade zu sehen bekommt. Der Sohn des Ober-Gangsters Buppa hält sich Leute als Mobiliar, die Hands, die mit einem Panzer durch die Straßen von Shinjuku fahren und ein beatboxendes Mädchen das Tee serviert sind nur Teile dieses Spektakels.

In diesem ganzen over the top Hip Hop-Musicals sticht dann sogar Riki Takeuchi als Boss Buppa hervor, dessen Performance der Bezeichnung "Over the top" & "Over Acting" eine ganz neue Bedeutung gibt.

Großen Spaß hatte ich aber besonders an Ryohei Suzuki als blondiertes, Samurai-Schwert schwingendes, Penis fixiertes Großmaul Mera und Nana Seino als Summi, Tochter des High Priest, der sie als Jungfrau Opfer will, sich dem Ganzen wiedersetzt und mit ihren Kampfkünsten die Straßen von Tokyo aufmischt und mit hilft, die Tribes zusammen zu bringen.

Shout Out an Yoshihiro Takayama, der eine kleine Rolle hat als Bodyguard von Buppa.

Gira Gira Girls ichiban!