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  • An Officer and a Spy

    An Officer and a Spy

    ★★½

    Kurzkritik

    Verlernen wird er sein Handwerk gewiss nicht mehr, einen Höhepunkt im Oeuvre dieses Ausnahmeregisseurs sehen wir jedoch nicht. Bärte, Uniformen, Förmlichkeit, Uniformität, Gespräche, hohe Decken, Gespräche, Uniformen, Bärte, Förmlichkeit. Sicher: Die Themen, die Roman Polanski in Intrige behandelt, sind staatstragend inszeniert und in hohem Maße relevant für unsere Gegenwart. Und ja, entgegen der Forderung von u.A. der Filmkritkerin Charlotte Rieger, dem Film aufgrund der Missetaten Polanskis keine Plattform zu bieten, ist es richtig ihn zu zeigen, die Freiheit der…

  • Varda by Agnès

    Varda by Agnès

    ★★★★

    Kurzkritik

    Grand Dame der Nouvelle Vague, Feministin, Universalistin, so einflussreich wie genial als Künstlerin, immer auch wahrhaftige Kunstliebhaberin. Nun hat sie uns verlassen. Agnès Varda starb im März 2019 im Alter von 90 Jahren in Paris, Varda par Agnès ist ihr wunderschöner cineastischer Abschied. Es ist ein Werk, das zeigt, was wir zukünftig vermissen werden: Eine Filmemacherin, die sich nonchanlant in der linken Theorie zu bewegen wusste, ohne ihre Kunst dabei verkopfen zu lassen. Die wie kaum eine Zweite verstanden…

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  • Midsommar

    Midsommar

    ★★★★½

    Die Art und Weise, in der Ari Aster in der um Superlative nie verlegenen Kritikerwelt aktuell zum neuen Hohepriester des Horrorgenres geweiht wird, ist sicherlich ein wenig übertrieben und doch: Begeisterungsstürme sind angemessen. Wurde in Hereditary noch die Familie auf den Prüfstand gestellt, rückt nun – wie vielfach bereits interpretiert wurde – die Idee der Beziehung und ihre psychologischen Implikationen in den Vordergrund. Wir sehen ein Film über Dani – herausragend verkörpert von Florence Pugh – die traumatisiert ist, die,…

  • Joker

    Joker

    ★★★½

    Zunächst sei gesagt: Die Art von Kritik, die dem Film aus einer pädagogischen Perspektive vorwirft, gesellschaftlich verantwortungslos zu sein, läuft selbstverständlich – wie immer – ins Leere. Ein Echauffieren aus dieser Richtung zeugt primär davon, dass der Kritiker selbst ein äußerst naives, doofes Verständnis von Kunst hat und die Funktionsweise von Subversivität und Ideologiekritik vermutlich nie durschauen konnte. Liegen die Claqueure in all ihrer Überschwänglichkeit also richtig? Nicht wirklich. Wir sehen einen guten Film, der jedoch weit davon entfernt ist,…